Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Touristen im Nahen Osten gefangen: Gegenüber vom Hotel trifft Bombe ein Haus

Dubai galt lange als sichere, stabile Oase in einer unruhigen Region. Die aktuelle Lage erschüttert nun Touristinnen, Touristen und Einheimische.
Dubai galt lange als sichere, stabile Oase in einer von Krisen geprägten Region. Die aktuelle Lage verunsichert Touristinnen, Touristen und Einheimische. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare
Teilen Close Button

Dubai galt lange als sichere, stabile Oase in einer krisengeschüttelten Region. Die aktuellen Ereignisse verunsichern Einwohner und Urlauber.

Was als Traumferien begann, hat sich in nervenaufreibende Albträume verwandelt.

WERBUNG
WERBUNG

In Dubai, Doha und anderen Urlaubszielen im Nahen Osten und am Golf suchen Reisende Schutz in ihren Unterkünften. Der eskalierende regionale Konflikt und die Warnungen der Behörden, in Innenräumen zu bleiben, halten sie davon ab, hinauszugehen.

In den vergangenen Tagen haben viele in sozialen Netzwerken geschildert, wie sich ihre Reisen plötzlich in Angsttrips verwandelt haben – mit Explosionen in der Nähe und Evakuierungen.

Dubai galt lange als sichere, stabile Oase in einer unruhigen Region. Entsprechend erschüttert sind jetzt Touristen und Bewohner.

Da Flughäfen und Luftraum geschlossen sind, sitzen viele Besucher im Reise-Limbo fest. Sie wissen nicht, wann sie wieder nach Hause kommen.

„Wir haben etwas Surreales erlebt“

Im gesamten Nahen Osten rufen die Behörden Einwohner und Besucher auf, in Innenräumen zu bleiben und sich von Fenstern, Türen und offenen Flächen fernzuhalten.

In Dubai und Doha sehen Hotelgäste aus ihren Zimmern Raketen und Drohnen über ihnen hinwegfliegen.

In Dubai geriet das Fünf-Sterne-Hotel Fairmont The Palm in Brand, nachdem am Samstag bei einem iranischen Raketenangriff Trümmer vom Himmel stürzten.

Die Flughäfen von Dubai und Abu Dhabi wurden am Samstag von Drohnentrümmern getroffen. Nach Angaben der örtlichen Behörden kam dabei eine Person ums Leben, rund ein Dutzend weitere wurden verletzt.

Die britische Bodybuilding-Meisterin Sim J Evans meldete sich am Sonntag aus Dubai, während sie auf Informationen zu ihrem Flug nach New York wartete.

„In den vergangenen anderthalb Tagen haben wir etwas Surreales erlebt – Gebäude, die durch abgefangene Drohnen erzittern, entfernte Explosionen, die die Fensterscheiben vibrieren lassen“, schrieb sie in einem Instagram-Post.

Trotz der anhaltenden Spannungen in der Region blieben solche Vorfälle in Dubai bislang selten.

„Das ist Dubais schlimmster Albtraum. Die Stadt lebt davon, eine sichere Oase in einer krisengeschüttelten Region zu sein“, schrieb Cinzia Bianco, Expertin für den Persischen Golf beim European Council on Foreign Relations, auf X. „Es mag Wege geben, widerstandsfähig zu bleiben, aber ein Zurück gibt es nicht.“

Viele Urlauber berichten, wie unerwartet sich die Lage für sie verändert hat.

„In der einen Minute schicke ich meiner Mutter Videos von meinen Einkäufen in Dubai … in der nächsten Minute verschicke ich verstörende Aufnahmen, um meiner Familie zu erklären, dass gegenüber meinem Hotel ein Gebäude bombardiert wurde“, berichtete die australische Reise-Influencerin Isabella-Rae Banda auf Instagram.

Denise Curran aus Nordirland macht mit ihrer Familie Urlaub in dem Emirat. Am Sonntag wollten sie nach eigenen Angaben etwas essen gehen, wurden jedoch aufgefordert, in ihr Hotel zurückzukehren.

„Vor meinen Kindern versuche ich zu lächeln und so zu tun, als wäre alles in Ordnung … aber ich habe große Angst“, schrieb sie in sozialen Medien. „Alles ist geschlossen, und die lauten Geräusche hören nicht auf.“

„Niemand sagt uns etwas“

Der Luftraum ist geschlossen, und an Flughäfen in der gesamten Golfregion ruht der Betrieb nun schon den dritten Tag in Folge. Betroffen sind Hunderttausende Reisende.

Viele Urlauber sitzen fest und wissen nicht, wann sie wieder nach Hause fliegen können.

Einige berichten, dass sie kaum Kontakt zu ihren Botschaften oder Fluggesellschaften bekommen und keine klaren Informationen erhalten.

Ein italienisches Paar in Dubai schilderte seine Lage im Netz: „Wir sind mit Freunden im Urlaub und versuchen, die italienische Botschaft zu erreichen, aber niemand sagt uns irgendetwas“, erklärten sie.

Ollie Naughton aus Nottingham schrieb aus Dubai: „Die Kommunikation von Emirates ist wirklich schlecht. Die Airline sagt nichts dazu, ob wir im Hotel bleiben sollen, wer für unser Essen aufkommt oder wie der Plan aussieht, uns hier herauszuholen.“

Gestrandeten Besucherinnen und Besuchern in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde zugesagt, dass ihre Hotelübernachtungen und Mahlzeiten übernommen werden, falls ihr Flug gestrichen wurde.

Qatar Airways und der Flughafen Hamad International in Doha verteilen dem Vernehmen nach Essensgutscheine an wartende Passagiere.

Reisender Ershad Kaleebullah berichtete, für die Passagiere seien Zimmer in Fünf-Sterne-Hotels in ganz Doha organisiert worden, „mit Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive“.

„Uns wurde zugesichert, dass Unterkunft und Verpflegung geregelt sind, solange der Luftraum gesperrt bleibt“, ergänzte er in seinem Beitrag auf X.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare

Zum selben Thema

Autofrei abschalten: die schönsten Rückzugsorte in Europa

Neue Hoffnung für sieben bedrohte Kulturerbestätten in Europa

Das sind die besten und schlechtesten Fluggesellschaften