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Nahost-Flüge: Emirates will in den nächsten Tagen wieder mit voller Kapazität fliegen

Emirates arbeitet daran, den Flugbetrieb im gesamten Streckennetz wieder vollständig aufzunehmen.
Emirates arbeitet daran, den Flugbetrieb wieder vollständig aufzunehmen. Copyright  Copyright The Associated Press. All rights reserved.
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Von Michael Starling & AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Etihad Airways nimmt von ihrem Drehkreuz Abu Dhabi einen eingeschränkten Flugplan wieder auf. Qatar Airways richtet von Doha aus eine begrenzte Luftbrücke für Hilfsflüge ein.

Nach sechs Tagen mit massiven Einschränkungen im Luftraum wegen des Konflikts zwischen den USA und Israel auf der einen sowie Iran auf der anderen Seite zieht Emirates eine erste Bilanz. Die Fluggesellschaft rechnet damit, in den „kommenden Tagen“ wieder mit voller Kapazität zu fliegen.

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Nach der teilweisen Wiederöffnung des regionalen Luftraums hat die in Dubai beheimatete Airline ihren Flugplan ausgedünnt und parallel daran gearbeitet, den gesamten Betrieb wieder hochzufahren. Am Donnerstag beförderte sie rund 30.000 Passagiere ab Dubai. Bis Samstag sollen 106 tägliche Hin- und Rückflüge zu 83 Zielen starten – fast sechzig Prozent ihres Streckennetzes.

„Die Fluggesellschaft geht davon aus, ihr gesamtes Streckennetz innerhalb der kommenden Tage wieder zu bedienen, vorbehaltlich verfügbarer Lufträume und der Erfüllung aller betrieblichen Voraussetzungen“, erklärte Emirates am Freitag. „Sicherheit hat wie immer oberste Priorität, ebenso unsere Fürsorgepflicht gegenüber den Passagieren.“

Passagiere mit früheren Buchungen erhalten Vorrang. Sie sollen nur zum Flughafen fahren, wenn ihre Reservierung bestätigt ist.

In bestimmten Märkten mit besonders hoher Nachfrage hat Emirates den Betrieb nach eigenen Angaben deutlich ausgeweitet. Allein im Vereinigten Königreich sollen bis Samstag elf tägliche Flüge über fünf Flughäfen laufen.

Emirates bestätigte außerdem zusätzliche Kapazitäten nach Indien. Bis Samstag sind 22 tägliche Flüge zu neun indischen Städten geplant. In den USA bedient die Airline derzeit sieben Ziele.

Nach Angaben von Dubai Airports wurden in den vergangenen 84 Stunden mehr als 1.140 Flüge über den Flughafen Dubai International und den Flughafen Dubai World Central - Al Maktoum International abgewickelt. Zwischen dem 2. und 5. März starteten von Dubais beiden Flughäfen mehr als 500 Maschinen und boten laut Betreibergesellschaft 105.000 Sitzplätze in Richtung von über 80 Ländern.

Seit Freitag nimmt Etihad Airways von ihrem Drehkreuz Abu Dhabi aus einen „eingeschränkten Flugplan“ wieder auf. In den vergangenen Tagen war die Gesellschaft bereits mit einzelnen Flügen unterwegs, die jüngste Mitteilung deutet nun auf eine schrittweise Rückkehr zum Regelbetrieb hin.

Nach Angaben von Etihad können sowohl bereits gebuchte Passagiere als auch neue Kundinnen und Kunden die angebotenen Verbindungen nutzen, vorausgesetzt alle Sicherheitskriterien sind erfüllt. Die Airline listete mehr als 70 Ziele auf, die sie zwischen dem 6. und 19. März anfliegen will.

Katar richtet begrenzte Luftbrücke von Doha ein

Nach einer befristeten Genehmigung der katarischen Luftfahrtbehörde, die einen sicheren Korridor bestätigt, kündigte Qatar Airways für Samstag, den 7. März, Rückholflüge an. Die Maschinen sollen vom Flughafen Hamad International in Doha nach London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Adolfo Suárez Madrid–Barajas, Rom Fiumicino und Frankfurt starten.

Qatar Airways erklärte, auf diesen Flügen hätten gestrandete Reisende mit Familien, ältere Menschen sowie Passagiere mit dringenden medizinischen oder humanitären Reisegründen Vorrang. Die Plätze wurden von der Airline vorab gezielt an diese Betroffenen vergeben. Die nächste Lageeinschätzung will Qatar Airways am Sonntag, 8. März, bis 9.00 Uhr Ortszeit (7.00 Uhr MEZ) veröffentlichen.

Welche Fluggesellschaften sind betroffen?

British Airways setzt zusätzliche Flüge von Omans Hauptstadt Maskat nach London Heathrow ein. Die Maschinen sollen am 9., 10., 11. und 12. März jeweils um 2.30 Uhr Ortszeit starten. Die Verbindungen sind für „BA-Kunden, die sich in Oman oder den VAE aufhalten und bereits eine Buchung haben“.

Auch Finnair bereitet Sonderflüge von Maskat nach Helsinki vor, um rund 1.200 derzeit in Dubai gestrandete Kundinnen und Kunden auszufliegen. Der erste Flug ist für Dienstag, 10. März, angesetzt, weitere folgen im Laufe der Woche.

Virgin Atlantic ist die jüngste Fluggesellschaft, die ihren Betrieb aus den VAE wieder aufgenommen hat. Am Mittwoch startete der erste Flug von Dubai International nach London Heathrow. Die britische Airline bedient zudem wieder Verbindungen vom King Khalid International Airport in Riad.

Laut Air Arabia hebt auch die Billigfluglinie wieder mit einer begrenzten Zahl von Flügen von und in die VAE ab, vorbehaltlich operativer und behördlicher Freigaben. Am 6. und 7. März sollen ausgewählte Verbindungen unter anderem nach Österreich, Ägypten, Äthiopien, Griechenland, Indien, Italien, Pakistan, Saudi-Arabien und in die Türkei gehen.

Aufgrund weiter bestehender Luftraumsperrungen streicht Oman Air Flüge von und nach Amman, Dubai, Bahrain, Doha, Dammam, Kuwait, Kopenhagen, Bagdad und Chasab bis einschließlich Sonntag, 8. März.

Bei Gulf Air bleiben die Flüge vorübergehend ausgesetzt. Die Gesellschaft will den Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn die Luftfahrtbehörde Bahrains die sichere Wiederöffnung des betroffenen Luftraums bestätigt.

Saudia hat Flüge von und nach Amman, Kuwait, Dubai, Abu Dhabi, Doha, Bahrain, Moskau und Peschawar bis zum 6. März um 23.59 Uhr Ortszeit (21.59 Uhr MEZ) gestrichen.

Der Billigflieger Wizz Air hat sämtliche Flüge von und nach Israel, Dubai, Abu Dhabi, Amman und Saudi-Arabien bis einschließlich 7. März ausgesetzt.

Turkish Airlines hat Flüge von und nach Bahrain, Dammam und Riad in Saudi-Arabien sowie nach Iran, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Oman, Katar, Syrien und in die VAE gestrichen.

Air France „verfolgt die Lage in der Region in Echtzeit“, muss wegen geschlossener Lufträume aber die Aussetzung der Flüge von und nach Dubai und Riad bis einschließlich 10. März verlängern. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv und Beirut ruhen bis 11. März.

Die niederländische Airline KLM meidet derzeit den Luftraum über Iran, Irak und Israel sowie über mehrere Staaten am Golf. Flüge in die Region, von dort oder mit Umstieg dort fallen daher aus oder werden umgeleitet. Die Tel-Aviv-Verbindungen bleiben für den Rest des Winterflugplans gestrichen, Flüge von und nach Dubai, Dammam und Riad bis 8. März.

Die Airlines der Lufthansa Group – dazu gehören Lufthansa, SWISS International Air Lines, Austrian Airlines, Brussels Airlines, ITA Airways und Eurowings – haben Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi bis einschließlich 10. März gestrichen. Verbindungen nach Dammam entfallen bis 10. März, nach Amman und Erbil bis 15. März, von und nach Tel Aviv bis 22. März, von und nach Beirut bis 28. März und von und nach Teheran bis 30. April. Flüge von und nach Larnaka auf Zypern sollen ab 7. März wieder starten.

Delta Air Lines hat Flüge von New York nach Tel Aviv bis 8. März gestrichen. Die Verbindung von American Airlines zwischen Doha und Philadelphia ist „vorübergehend ausgesetzt“.

Air Canada teilt mit, dass alle Flüge von und nach Dubai und Tel Aviv derzeit ruhen. Der Neustart ist für den 23. März vorgesehen.

Garuda Indonesia, die nationale Fluggesellschaft Indonesiens, hat Flüge von und nach Doha „bis auf Weiteres“ ausgesetzt, wie das Unternehmen mitteilte.

Air China, China Southern und einige weitere chinesische Airlines nehmen derweil wieder Direktflüge nach Saudi-Arabien, Oman und in die VAE auf. Air China ließ nach Berichten staatlicher Medien am Donnerstag erstmals wieder eine Maschine von Peking nach Riad starten. China unterstützt zudem die Evakuierung eigener Staatsbürger aus der Region und meldete am Mittwoch die Ankunft eines Flugzeugs aus Dubai mit 300 Passagieren an Bord. „Wir erinnern erneut daran, dass die Lage im Nahen Osten weiterhin komplex und ernst ist und mit erheblicher Unsicherheit einhergeht“, erklärte Außenministeriumssprecherin Mao Ning zu den Evakuierungen und Flügen.

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