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30.000 Deutsche wegen Iran-Krieg gestrandet: Erste Flüge aus Dubai machen Hoffnung

Reisende überprüfen die Abflugzeiten, da viele Flüge am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri in Beirut, Libanon, am Samstag, 28. Februar 2026, gestrichen wurden,
Reisende überprüfen die Abflugzeiten, da viele Flüge am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri in Beirut, Libanon, am Samstag, 28. Februar 2026, gestrichen wurden, Copyright  Copyright 2006 AP. All rights reserved.
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Von Sertac Aktan mit AP
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Das ganze Wochenende über war der Luftraum über der Golfregion gesperrt. Zehntausende Reisende stecken fest. Am Montagabend sind die ersten Flüge von Etihad und Emirates von Dubai aus abgeflogen - zunächst nach Indien und Russland.

Der Angriff der USA und Israels auf den Iran hat seit Samstag zu Flugausfällen in der gesamten Region und darüber hinaus geführt. Millionen Flugreisende in der Region waren und sind von Stornierungen betroffen. Der Deutsche Reiseverband zählt 30.000 Touristen und Touristinnen aus Deutschland, die teils auf Kreuzfahrtschiffen gestrandet sind.

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Darunter sind auch Reisende, die beispielsweise über Dubai nach Australien wollten, denn mehrere Flughäfen in der Golfregion sind internationale Hubs. Viele Betroffene berichten, dass es sehr schwierig ist, sich zu informieren, am Telefon stecken sie stundenlang in der Warteschleife fest.

Laut Flightradar24 wurden mehr als 2.000 Flüge von sieben Airports gestrichen: nämlich von Dubai International, Hamad International Airport in Doha, Zayed International Airport in Abu Dhabi, Sharjah International Airport, Kuwait International Airport, Bahrain International Airport, und Dubai World Central - Al Maktoum International.

Am Montagabend gab es die ersten Flüge ab Dubai - allerdings nur in Richtung Indien und Russland. Wegen des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine fliegen europäische Airlines aber auch nicht über den russischen Luftraum.

Einige Fluggesellschaften brachten auch zunächst ihre Maschinen aus der Region zurück: So flog ein Airbus der Lufthansa ohne Passagiere an Bord von Abu Dhabi nach München.

Die Bundesregierung will im Krisengebiet feststeckende Deutsche nun doch evakuieren. Geplant ist, einige Betroffene auf dem Landweg in Nachbarstaaten zu fahren und dann von dort auszufliegen. Außenminister Johann Wadephul sprach von Riad in Saudi-Arabien und Maskat in Oman, "als Orten, von denen noch geflogen werden kann". Zunächst heimgeholt werden sollten "besonders vulnerable Gruppen".

Zunächst hatten am Samstag, dem 28. Februar 2026, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Israel ihren Luftraum, und die Qatar Airways Group strich ihre Flüge nach und von Doha. Nach den US-amerikanischen und israelischen Luftschlägen griff Iran US-Militärstützpunkte in Katar und anderen Golf-Staaten an.

Während Flugzeuge, die nach Israel unterwegs waren, zu anderen Flughäfen umgeleitet wurden, waren auch Flüge von Fluggesellschaften wie Emirates und Etihad von der Schließung des Luftraums betroffen.

Lufthansa und weitere Airlines streichen Verbindungen

In Europa strich die deutsche Lufthansa bis zum 7. März ihre Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten, darunter Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil und Teheran, aufgrund von "Sicherheitsbedenken". Darüber hinaus sind auch die Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi bis zum 4. März ausgesetzt.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM hatte bereits Anfang der Woche angekündigt, dass sie ihre Flüge von und nach Tel Aviv ab Sonntag aussetzen werde.

Und in Italien strich ITA Airways Flüge von und nach Tel Aviv. Der israelische, libanesische, jordanische, irakische und iranische Luftraum wird bis zum 7. März nicht angeflogen.

Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden, warten am Abflugterminal des internationalen Flughafens Rafik Hariri in Beirut, Libanon, Samstag, 28. Februar 2026
Passagiere, deren Flüge gestrichen wurden, warten am Abflugterminal des internationalen Flughafens Rafik Hariri in Beirut, Libanon, Samstag, 28. Februar 2026 Hassan Ammar/Copyright 2026 The AP. All rights reserved

Drohne trifft Flughafen von Kuwait

Die Allgemeine Zivilluftfahrtbehörde von Kuwait bestätigte, dass der internationale Flughafen des Landes am Samstag von einer Drohne getroffen wurde. Dabei seien mehrere Mitarbeiter leicht verletzt worden. Und es gebe "begrenzte Sachschäden" am Passagiergebäude. Ein Sprecher sagte, dass die Behörden "sofort die genehmigten Notfallverfahren einleiteten", damit sei der "Vorfall gehandhabt und das Gelände gesichert" worden. Kuwaitische Fluggesellschaften stellten alle Flüge in den Iran auf unbestimmte Zeit ein.

Andere regionale Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten, wie z. B. EgyptAir, setzten aufgrund der Eskalation Flüge von Kairo nach Kuwait, Dubai, Doha, Bahrain, Abu Dhabi, Sharjah, Qassim, Dammam, Erbil, Bagdad, Amman, Beirut und Muscat aus.

Französische, polnische und britische Fluggesellschaften setzen Flüge aus

Air France strich bis zum 5. März die geplanten Flüge von und nach Tel Aviv, Riad, Dubai und Beirut, während die polnische Fluggesellschaft LOT als Reaktion auf die Situation ebenfalls ihre Flüge nach Tel Aviv eingestellt hat.

Die britische Fluggesellschaft British Airways hat angesichts der Eskalation ihre Flüge in die Region, einschließlich Tel Aviv, eingestellt, und Virgin Atlantic hat ihren Flug vom Londoner Flughafen Heathrow nach Dubai gestrichen und erklärt, dass sie den Irak nicht mehr überfliegen werde.

Nach Angaben von Virgin Atlantic würden alle Flüge mit entsprechend mehr Treibstoff ausgestattet, falls sie kurzfristig umgeleitet werden müssten.

Turkish Airlines bietet Reisenden, die Flüge von und nach Iran, Irak, Jordanien, Libanon und Syrien bis zum 12. März gebucht hatten, Sonderkonditionen an.

In Asien setzte Air India Flüge in den Iran und nach Israel aus und umfliegt den betroffenen Luftraum.

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