Von unberührten Stränden über Safariparks bis hin zu einem der größten Wasserfälle Afrikas - Angola positioniert sich als aufstrebende Tourismusdestination. Auf der ITB in Berlin stellte das Land seine ehrgeizigen Pläne vor.
Das Global Tourism Forum Angola Leaders Dinner in Berlin hat mit einem glanzvollen Auftakt begonen: auf dem roten Teppich trafen Tourismusexperten und Investoren aus aller Welt aufeinender. Die Veranstalter: Das angolanische Tourismusministerium und das World Tourism Forum Institute (WTFI).
Das Event fand am ersten Tag der weltgrößten Tourismusmesse ITB Berlin 2026 statt und Angola war der offizielle Gastgeber.
"Die ITB gilt als das Mekka des Tourismus", sagt Márcio de Jesus Lopes Daniel, Minister für Tourismus der Republik Angola, in einem Interview mit Euronews Travel. "Wenn Sie auf der ITB sind, befinden Sie sich im Zentrum einer Plattform, die über den Tourismus in der Welt entscheidet."
Zwischen exquisiten Gängen und lebhaften Gesprächen erläutert Daniel, was für sein Land auf dem Spiel steht.
Angola sei noch kein weithin bekanntes Reiseziel, erklärt er: "Wir wollen für unser Land werben, denn wir wissen, dass niemand einen Ort besucht, den er nicht kennt, also müssen wir uns in der Welt bekannt machen."
Der Tourismus ist ein wichtiger Pfeiler" für Angola
Das Land im südlichen Afrika hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Es arbeitet daran, seine Wirtschaft zu diversifizieren, wobei der Tourismus als eine der wichtigsten Säulen" gilt.
Derzeit machen Öl und Gas etwa 20 % des angolanischen BIP aus. Das Land ist jedoch bestrebt, andere Sektoren zu finden, die zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums beitragen können, so José de Lima Massano, Staatsminister für wirtschaftliche Koordinierung in Angola. Der Tourismus ist einer von ihnen.
Er kam nach Berlin, um die Schönheit und das Potenzial Angolas zu präsentieren, doch die Mobilisierung von Kapital war auch ein wichtiges Ziel bei der Ausrichtung der ITB und des Global Tourism Forum Dinners. "Wir glauben, dass der Tourismus in einer Zeit, in der Angola versucht, das Land auf die nächste Stufe der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung zu bringen, etwas ganz Besonderes ist", sagte Lima Massano zu Euronews.
Und die harte Arbeit hat sich gelohnt. "In einem Zeitraum von sieben Jahren haben sie viel erreicht", sagt Bulut Bağcı, Präsident des World Tourism Forum Institute. Laut Bağcı ist das Global Tourism Forum Leaders Dinner "die Grundlage und die Plattform, um etwas zu schaffen", wobei der Tourismus zu den vorrangigen Sektoren des Landes gehört.
Angola: Ein Himmel auf Erden
Angola hat viel zu bieten. Von Safaris bis zur tropischen Flora - das Land ist wie geschaffen für Abenteurer. "Das Land im südlichen Afrika hat 1.650 Kilometer Küste mit unberührten Stränden und Nationalparks, in denen man auf Safari gehen kann", sagt Daniel. Darüber hinaus beherbergt Angola die älteste Wüste der Welt - die Namib-Wüste - und einen der größten Wasserfälle Afrikas, die Kalandula-Wasserfälle.
Lima Massano sprach mit Euronews auch über die einzigartige Schönheit Angolas. "Egal, wo man hingeht, ob im Norden, Süden, Osten oder Westen, es ist ein Land, das mit vielen nationalen und natürlichen Schönheiten gesegnet ist."
Doch so atemberaubend die Landschaft auch sein mag, was Angola wirklich ausmacht, seien seine Menschen und ihre einzigartige Kultur. Besucher sollten darauf vorbereitet sein, nicht nur die Schönheit des Landes zu bewundern, sondern auch in eine warme und gastfreundliche Gesellschaft einzutauchen.
Wenn Lima Massano das Herzstück seiner Kultur beschreibt, erhellt sich sein Gesicht. "In Angola genießen wir das Leben", sagt er. "Wenn man dort ist, muss man offen sein, für die Musik, die Gastronomie und die Kultur des Landes. Man muss bereit sein, sich einzubringen, man muss bereit sein, mitzumachen. Denn wir sind ein gastfreundliches Land. Es ist, als wären wir eine große Familie."
Angola ist ein gastfreundliches Land mit einer sehr lebendigen Gastronomie, fügt Daniel hinzu. Das Land bietet eine wirklich einzigartige Erfahrung. "Es ist sehr unberührt und unerforscht", sagt er. "Man kann den Lebensrhythmus geradezu spüren."
Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Tourismus verbinden
Angola ist besonders für abenteuerlustige Reisende geeignet. "Man kann in das Leben der einheimischen Stämmen eintauchen", sagt Daniel. "Das macht die Erfahrung einfach einzigartig."
Gleichzeitig plant das Land, sein Zielpublikum in Zukunft durch die Entwicklung von All-Inclusive-Resorts und Öko-Lodges zu erweitern und so auch Familien einzuladen, das Land zu erkunden.
Doch obwohl der Schwerpunkt auf der Entwicklung und dem Ausbau des Tourismussektors liegt, will Angola auch verantwortungsvoll mit seinen Menschen und seiner Umwelt umgehen. Das Land will seine einzigartige natürliche Schönheit bewahren, indem es sich auf Luxus- und Spitzentourismus konzentriert. "Wir wollen keinen Massentourismus betreiben, weil wir die Natur erhalten wollen", sagt Daniel.
Verbesserung des Tourismussektors mit Hilfe von KI
Hier könnte künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle spielen und Angola dabei helfen, die Besucher zu erreichen, die es anziehen möchte. Indem das Land die Bedürfnisse der Touristen besser versteht, kann es besser auf sie eingehen, erklärt Lima Massano.
KI könnte Angora dabei helfen, die Daten der Touristen zurückzuverfolgen. "Das ist das Wichtigste", sagt Bağcı. Der Tourismus ist eine der größten Säulen der wirtschaftlichen Infrastruktur. "Wenn man sein Land aufbauen will, muss man sich zuallererst auf den Tourismus konzentrieren."