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Koffer verfolgen: Standort bei Verlust direkt an Airlines senden

Fluggesellschaften haben im Jahr 2024 rund 33,4 Millionen Gepäckstücke falsch behandelt – darunter verspätete, beschädigte oder verlorene Koffer.
Fluggesellschaften haben 2024 rund 33,4 Millionen Gepäckstücke falsch behandelt – verspätet, beschädigt oder ganz verloren. Copyright  Surface
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Von Rebecca Ann Hughes
Zuerst veröffentlicht am
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Google führt in Find Hub eine neue Funktion ein: Android-Nutzende können Fluggesellschaften den Standort eines kompatiblen Tags oder Zubehörs melden.

Fluggesellschaften haben im Jahr 2024 rund 33,4 Millionen Gepäckstücke falsch behandelt: verspätet ausgeliefert, beschädigt oder ganz verloren.

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Die Statistiken zeigen zwar eine Verbesserung bei der Gepäckabfertigung. Für Reisende bleibt sie dennoch eine der größten Ärgerquellen.

Laut der Global Survey des Reiseanbieters Flight Centre nannten 47 Prozent der Befragten weltweit verlorenes Gepäck oder Probleme mit Koffern als eine ihrer größten Sorgen beim Fliegen.

Damit liegt das Thema knapp hinter Flugverspätungen und -ausfällen mit 55 Prozent und gehört zu den wichtigsten Stressfaktoren auf Reisen.

In den vergangenen Jahren haben Airlines und Flughäfen massiv in modernere Gepäcksysteme investiert. Expertinnen und Experten betonen, dass Automatisierung und Daten heute den Großteil der Arbeit leisten, von Self-Service-Schaltern für die Gepäckaufgabe bis zur Echtzeitverfolgung.

Nun kommt eine neue Funktion von Google hinzu: Auch Daten der Reisenden selbst können Airlines helfen, verschwundenes Gepäck wiederzufinden.

„Fluggesellschaften agieren in einem Umfeld, in dem Passagiere zu jedem Zeitpunkt der Reise Einblick in den Weg ihres Gepäcks erwarten“, sagt Nicole Hogg, Portfolio Director Baggage beim Luftfahrttechnologie-Unternehmen SITA.

Reisende können Gepäckstandort mit Airlines teilen

Eine der jüngsten Neuerungen ist die Verknüpfung von Apples Funktion Share Item Location mit dem Suchsystem von SITA für verlorenes oder verspätetes Gepäck. Reisende können damit die Position ihres AirTags direkt mit den Airlines teilen.

Zu den ersten Nutzern gehörten unter anderem British Airways, Lufthansa, Qantas, Cathay Pacific und Virgin Atlantic.

Jetzt hat Google im Dienst Find Hub eine neue Funktion für Android-Nutzerinnen und -Nutzer freigeschaltet. Fluggäste können damit die Position eines Find-Hub-kompatiblen Tags oder Netzwerkzubehörs mit der Airline teilen.

Über die Find-Hub-App lässt sich ein sicherer Link zum Standort des verlorenen Koffers erzeugen. Dieser Link kann direkt in die App oder auf die Website der Airline kopiert und eingefügt werden, sodass die Fluggesellschaft die laufend aktualisierte Position sieht.

Die Weitergabe lässt sich in der App jederzeit stoppen. Sie endet automatisch, sobald das Smartphone erkennt, dass sich das Gepäck wieder bei der Besitzerin oder dem Besitzer befindet.

Weltweites Gepäcksuchsystem integriert Standortfreigabe

Weltweit akzeptieren inzwischen mehr als zehn große Airlines, darunter Ajet, Air India, China Airlines, die Lufthansa Group mit Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Swiss International Airlines sowie Saudia Airlines, Scandinavian Airlines und Turkish Airlines, Standortdaten aus Find Hub als Teil ihres Prozesses zur Gepäckermittlung.

Weitere Fluggesellschaften wie Qantas sollen laut Google bald folgen. SITA und das Softwareunternehmen Reunitus haben die Technik bereits in WorldTracer und NetTracer eingebunden, die führenden Systeme zur Gepäcksuche der Branche. Diese Plattformen unterstützen die Wiederfindung von Gepäck bei Hunderten Airlines an Tausenden von Flughäfen weltweit.

Google arbeitet nach eigenen Angaben zudem mit dem Gepäckhersteller Samsonite daran, Find-Hub-Technologie direkt in seine neuesten Kofferdesigns zu integrieren.

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