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Ceutas Migrationskrise bringt Proteste auf die Straßen

Rechtsextremer Politiker Alvise Pérez schwenkt unter Polizeischutz eine spanische Flagge; Anwohner in Ceuta protestieren am Samstag gegen seine Präsenz.
Rechtsextremist Alvise Pérez schwenkt unter Polizeischutz eine spanische Flagge, und Anwohner in Ceuta protestieren gegen seinen Besuch, am Samstag, dem ersten August Copyright  AP Photo/Bernat Armangue
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Von Marina Neila & Euronews en español
Zuerst veröffentlicht am
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Nach der massenhaften Ankunft von Migranten aus Marokko demonstrierten in Ceuta Hunderte für schärfere Grenzkontrollen. Eine Gegendemonstration verteidigte das multikulturelle Zusammenleben. Die Polizei trennte beide Lager und verhinderte größere Zwischenfälle.

Die Migrationskrise in Ceuta hat an diesem Wochenende in eine Massenprotestkundgebung auf der Plaza de los Reyes gemündet. Dort forderten Hunderte Anwohner nach der massenhaften Ankunft von Migranten aus Marokko eine strengere Kontrolle der Grenze. Die Versammlung fand in einem Klima wachsender politischer und sozialer Spannungen statt, nach mehreren Tagen beispiellosen Migrationsdrucks auf die autonome Stadt.

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Die über soziale Netzwerke organisierte Protestaktion war geprägt von Slogans zum Schutz der Stadt und scharfer Kritik an der Regierung für ihren Umgang mit der Lage. Die Stimmung heizte sich weiter auf, als der rechte Aktivist Vito Quiles sowie Alvise Pérez, der Kopf der spanischen Partei Se Acabó La Fiesta (SALF) und Mitglieder rechtsextremer Gruppen wie Núcleo Nacional eintrafen.

Ihre Anwesenheit stieß bei Teilen der Kundgebung und bei den Teilnehmern einer parallel einberufenen Gegendemonstration auf deutliche Kritik. Sie warfen ihnen vor, die Migrationskrise für politischen Profit nutzen zu wollen und die gesellschaftliche Konfrontation weiter anzuheizen.

Zur gleichen Zeit organisierten Bürger von Ceuta, darunter zahlreiche Nachbarn mit marokkanischen Wurzeln, auf derselben Plaza eine Gegendemonstration, um das Zusammenleben in der Stadt zu verteidigen und fremdenfeindliche Botschaften zurückzuweisen. Mehrere Minuten lang riefen beide Lager Parolen und tauschten Beschimpfungen aus, ohne dass es zu schweren Zwischenfällen kam.

Am Samstag, dem ersten August 2026, demonstrieren Bewohner der spanischen Exklave Ceuta gegen die Ankunft des rechtsextremen Politikers Alvise Pérez.
Am Samstag, dem ersten August 2026, demonstrieren Bewohner der spanischen Exklave Ceuta gegen die Ankunft des rechtsextremen Politikers Alvise Pérez. AP Photo/Bernat Armangue

Ceuta-Proteste: Angespannte Lage und großer Polizeieinsatz

Angesichts der angespannten Lage setzte die Nationalpolizei ein großes Sicherheitsaufgebot ein. Beamte eskortierten Alvise Pérez und mehrere Mitglieder von Núcleo Nacional bis zum Hafen. Vito Quiles verließ die Kundgebung unter lautstarken Buhrufen eines Teils der Teilnehmer.

Die Plaza blieb abgesperrt, und die Einsatzkräfte hielten beide Gruppen von Demonstrierenden voneinander getrennt. Trotz der aufgeheizten Stimmung lösten sich Protest und Gegendemonstration nach und nach auf, eine weitergehende Polizeimaßnahme war nicht nötig.

Weitere Quellen • Imágenes de Julián López

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