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Nach-Brexit-Regeln verteuern Reisen für Briten mit EU-Heimtierausweis

Britische Staatsbürger brauchen für Reisen mit ihren Haustieren in die EU nun neue Papiere.
Britische Staatsbürger brauchen für Reisen in die EU künftig neue Papiere für ihre Haustiere. Copyright  Canva
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Von Angela Symons
Zuerst veröffentlicht am
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Eine seit dem Brexit bestehende Gesetzeslücke ist nun geschlossen. Halterinnen und Halter müssen für jede Reise neue Dokumente für ihre Tiere beantragen.

Schlechte Nachrichten für britische Haustierhalter, die ihre Hunde, Katzen und Frettchen mit alten Papieren in den EU-Urlaub mitgenommen haben: Eine Lücke bei den EU-Heimtierpässen schließt sich heute, am 22. April.

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Seit dem Brexit konnten Britinnen und Briten mit Ferienhäusern in EU-Staaten dank einer Regelungslücke die Reisedokumente weiter nutzen und ihre Tiere mitnehmen. Damit ist nun Schluss: Die EU hat die Vorschriften verschärft. Nur noch britische Staatsbürger mit Wohnsitz in der EU oder mit Langzeitvisa dürfen die Ausweise weiterhin verwenden.

„EU-Heimtierausweise dürfen nur noch Personen mit Hauptwohnsitz in der EU ausgestellt werden und sollten nicht von Menschen genutzt werden, die Ferienhäuser in der EU besitzen oder die Union nur saisonal besuchen“, warnt die britische Regierung.

Das bedeutet: Wer in England, Schottland oder Wales lebt – auch wenn er seit Jahren einen EU-Heimtierausweis besitzt – braucht für seinen vierbeinigen Urlaubsbegleiter künftig ein anderes Dokument, um in der EU Ferien zu machen.

Für die Wiedereinreise nach Großbritannien gelten die EU-Heimtierausweise allerdings weiterhin.

Welche Dokumente Haustierhalter jetzt statt des EU-Heimtierpasses brauchen

Hunde, Katzen und Frettchen – nur für sie gibt es EU-Heimtierausweise – benötigen auf Reisen von England, Wales oder Schottland in ein EU-Land nun stattdessen ein Animal Health Certificate (AHC).

Dafür muss ein sogenannter Official Veterinarian (OV), also eine zugelassene Tierärztin oder ein zugelassener Tierarzt, das Tier innerhalb von zehn Tagen vor der Abreise untersuchen. Vor Ausstellung des Zertifikats muss das Tier mit einem Mikrochip gekennzeichnet und mindestens 21 Tage zuvor gegen Tollwut geimpft worden sein.

OVs sind Tierärztinnen und Tierärzte in Privatpraxen, die von der britischen Animal and Plant Health Agency (APHA) zugelassen sind. Sie übernehmen staatliche Aufgaben wie das Ausstellen von Exportgesundheitszeugnissen und das Bestätigen von Reisedokumenten für Haustiere.

Ein AHC kostet ab etwa 100 Pfund, also rund 115 Euro, und gilt nur für eine Reise. Für jeden weiteren Trip ist ein neues Zertifikat nötig.

Es gibt aber auch eine positive Nachricht: Die Gültigkeit für Weiterreisen innerhalb der EU sowie in die Schweiz und nach Norwegen wurde von vier auf sechs Monate verlängert, solange die Tollwutimpfung besteht.

Außerdem müssen Halterinnen und Halter dem AHC laut EU eine schriftliche Erklärung beifügen, dass das Tier aus nichtkommerziellen Gründen reist.

Reiseregeln für Haustiere aus dem Vereinigten Königreich weiter verschärft

Vor dem Packen der Transportbox sollten Besitzer noch ein paar Punkte kennen: Reist das Tier nicht gemeinsam mit Ihnen, muss es innerhalb von fünf Tagen nach Ihnen oder vor Ihnen unterwegs sein, und die begleitende Person braucht eine schriftliche Vollmacht.

Neu ist auch eine Obergrenze von fünf Haustieren pro Privatfahrzeug. Zuvor lag sie bei fünf Tieren pro Person; diese Regel gilt weiterhin für Fußreisende. In bestimmten Fällen, etwa bei Fahrten zu Wettbewerben, sind Ausnahmen möglich.

Einzelne EU-Staaten haben zudem eigene Vorgaben. Ein Blick in die jeweiligen Bestimmungen lohnt sich daher vor jeder Buchung.

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