Wer in Spanien einen Strand auswählt, liegt mit dem Gütesiegel Blaue Flagge richtig: sauberes Wasser, guter Zugang und sicheres Baden sind garantiert.
Spaniens fast 8.000 Kilometer lange Küste bietet viele Traumstrände. In diesem Jahr stechen sie vor allem wegen hoher Umweltstandards und Sicherheit hervor.
In dieser Woche hat die internationale Jury des Programms Blaue Flagge Spanien eine Rekordzahl von 677 Flaggen für Strände verliehen, dazu 111 für Yachthäfen und sechs für Ausflugsboote.
Insgesamt kommt das Mittelmeerland damit auf beeindruckende 794 Auszeichnungen, vierundvierzig mehr als 2025. Spanien liegt damit knapp vor Griechenland mit 657 und der Türkei mit 625 Blauen Flaggen.
Spaniens 677 Strände mit Blauer Flagge machen 15 % aller ausgezeichneten Strände weltweit aus.
Kommunen im ganzen Land reichten 713 Strände ein – aus Städten, Gemeinden und autonomen Regionen. Der neue Rekord knüpft an das starke Jahr 2025 an, in dem Spanien 750 Blaue Flaggen erhielt.
Die Region Valencia führt das spanische Strand-Ranking an: Dort wehen 151 Blaue Flaggen in 48 Kommunen. Dahinter folgen Andalusien mit 143, Galicien mit 118, Katalonien mit 101 und die Kanarischen Inseln mit 52 Auszeichnungen.
Bei den Yachthäfen lagen Katalonien, Andalusien und Valencia vorne. Die sechs prämierten Ausflugsboote fahren in Andalusien und Valencia.
„Spanien hat im Programm Blaue Flagge noch nie so herausragende Ergebnisse erzielt“, sagte Rosario Sánchez, die spanische Staatssekretärin für Tourismus.
„Dieser Erfolg beruht erneut auf der Zusammenarbeit von Kommunen, Regionen und Zentralregierung, von Yachthäfen, Unternehmen, Universitäten, Stiftungen, Verbänden und Bürgerinnen und Bürgern. Sie alle leisten verantwortungsvolle Arbeit, um die anspruchsvollen Kriterien des Programms zu erfüllen – bei Umweltbildung, Management und Information, der Einhaltung der geltenden Vorschriften, ausgezeichneter Wasserqualität, Barrierefreiheit und Sicherheit.“
In einem Beitrag auf X feierte das spanische Staatssekretariat für Tourismus, dass das Land seine Führungsrolle behauptet, und gratulierte allen ausgezeichneten Kommunen.
Diese Strände lohnen die Reise
Badeanzug, Sonnenbrille, Sonnencreme – Spaniens Strände mit Blauer Flagge warten. Diese Ziele bieten sich für die nächste Reise an:
La Malvarrosa, Valencia: Im 19. Jahrhundert war das Gebiet noch sumpfig, heute zählt die Playa de la Malvarrosa zu Valencias beliebtesten Stadtstränden. Der breite, goldene Sand lockt Surferinnen, Taucher, Volleyball-Fans und Genießer an. Es gibt viele Beachvolleyballfelder, eine lange Strandpromenade und Reihen von Restaurants direkt am Meer.
El Encinarejo, Andalusien: Im Süden Spaniens erhielt El Encinarejo 2024 als erster Strand der Provinz Jaén ohne Meeresküste die Blaue Flagge. Der Binnensee-Strand am Stausee El Encinarejo ist deutlich ruhiger als die Küstenabschnitte des Landes. Besucherinnen und Besucher finden dort ruhiges Wasser zum Schwimmen und eine herbe, ländliche Landschaft.
Playa de la Virgen de la Nueva, Madrid: Beiger Sand, türkisfarbenes, klares Wasser, bergige Kulisse und viel natürlicher Schatten: Die Playa de la Virgen de la Nueva am Stausee San Juan bietet all das. Vor Ort kommen Wasser- und Landratsuchende auf ihre Kosten – etwa beim Kajakfahren, Wakeboarden, Mountainbiken oder Wandern.
Was bedeutet die Blaue Flagge?
Das Programm Blaue Flagge ist ein international anerkanntes Umweltlabel. Es zeichnet Strände, Yachthäfen und Ausflugsboote aus, die hohe Standards bei Umwelt- und Sicherheitskriterien, Wasserqualität und Umweltmanagement erfüllen und so einen nachhaltigen Tourismus fördern.
Jedes Jahr prüft eine internationale Jury von Fachleuten die Bewerbungen, darunter Vertreterinnen und Vertreter des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, der UNESCO, von „Education for Sustainable Development“, des European Network for Accessible Tourism und der Europäischen Umweltagentur. Erst danach vergeben sie die Zertifikate.
Die Blaue Flagge entstand 1985 beim französischen Ableger der Stiftung für Umwelterziehung. Aus der französischen Initiative entwickelte sich ein Umweltbildungsprogramm, das bald auch Spanien, Dänemark und Portugal einbezog. In Spanien arbeitet die Stiftung mit der Nichtregierungsorganisation Asociación de Educación Ambiental y del Consumidor zusammen.
Mit inzwischen 40 aufeinanderfolgenden Ausgaben (1987–2026) ist das Programm in 51 Ländern auf fünf Kontinenten und an mehr als 5.000 Orten vertreten.