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Budapest ruft: Fußball-Reiseführer zur Gastgeberstadt des Champions-League-Finals 2026

Champions-League-Finale 2026 in Budapest: Puskás-Arena erhält Zuschlag
UEFA-Champions-League-Finale 2026 in Budapest: Puskás Aréna ist Austragungsort Copyright  AP Photo/Laszlo Balogh
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Von Michael Starling
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Budapest erwartet am dreißigsten Mai tausende Fans von PSG und Arsenal. In Ungarns Hauptstadt steigt dann das große europäische Fußballfinale.

Nach 188 Spielen steht das Finale fest: In dieser Saison der UEFA Champions League treffen Paris Saint-Germain und der FC Arsenal im Budapester Endspiel aufeinander.

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Am Samstag, den 30. Mai, werden Tausende Fans quer durch den Kontinent in die ungarische Hauptstadt reisen – mit oder ohne Ticket.

Während PSG- und Arsenal-Anhänger fieberhaft nach Flügen und Unterkünften suchen, zeigt Euronews Travel, was sie während ihres Trips in die „Perle der Donau“ sehen und erleben sollten.

Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse

Budapest besteht aus zwei klar unterscheidbaren Stadtteilen, Buda und Pest, die die Donau trennt. Dank seiner berühmten Thermalbäder und seiner bewegten Geschichte wird die Stadt als Reiseziel für Touristinnen und Touristen ständig beliebter.

Reisende sollten sich einen Besuch in einer der vielen Ruinbars in alten, lange leerstehenden Häusern nicht entgehen lassen – und dabei den kräftigen Kräuterlikör Unicum-Likör probieren.

Für Kulturliebhaber gehört ein Abstecher zur Fischerbastei nahe dem Burgpalast auf der Budaer Seite unbedingt dazu. Der Aussichtspunkt aus dem 19. Jahrhundert diente einst als Wach- und Wehrturm und ist heute weltberühmt für einen der schönsten Panoramablicke über die Stadt.

Ferenc Puskás: Ungarns Fußballlegende

Fans, die Budapest besuchen, merken schnell, wie präsent Ferenc Puskás ist – Ungarns größtes Fußballidol und Kapitän der legendären „Magischen Magyaren“. Herzstück der Stadt ist die nach ihm benannte Puskás Aréna, das Nationalstadion, das an Stelle des früheren Népstadion steht.

Gleich neben der Arena zeichnet das Puskás-Museum mithilfe von Memorabilien, Pokalen und Ausstellungen Ungarns goldene Fußballära und das Leben des Stürmers nach.

In der ganzen Stadt erinnern Metrostationen, Statuen und großflächige Wandgemälde an Puskás und feiern einen Angreifer, den viele als einen der größten Spieler der Fußballgeschichte ansehen.

Puskás wurde zum Star bei Real Madrid und erzielte für Ungarns „Goldene Elf“ zwei Tore beim 6:3-Sieg über England im Jahr 1953.

Das von vielen als „Spiel des Jahrhunderts“ bezeichnete Duell beschrieb der inzwischen verstorbene legendäre Sportjournalist Pat Ward-Thomas vom The Guardian (Quelle auf Englisch) damals so: „Ungarn erteilte England hier heute Nachmittag eine strenge Lektion in den Künsten des Association Football, wahrscheinlich in der besten Demonstration des Angriffsfußballs, die je in einem Länderspiel in Großbritannien zu sehen war.“

Fußball ist in Budapest tief verwurzelt. Traditionsvereine und erbitterte Rivalitäten prägen die Sportkultur der Stadt. Die klassischen drei großen Klubs sind Ferencvárosi TC, MTK Budapest FC und Újpest FC.

Eine Statue der ungarischen Fußballlegende Ferenc Puskás in Budapest
Eine Statue der ungarischen Fußballlegende Ferenc Puskás in Budapest AP Photo/MTI, Laszlo Beliczay

Das Finalstadion

Im Zentrum der Budapester Fußballszene steht die Puskás Aréna mit 61.400 Plätzen, Austragungsort des diesjährigen Finales der Champions League. Hier trägt auch die ungarische Nationalmannschaft ihre Heimspiele aus; 2023 fand in der Arena bereits das Endspiel der UEFA Europa League statt.

Die Puskás Aréna liegt nur rund drei Kilometer östlich des Budapester Stadtzentrums und gehört damit zu den am besten erreichbaren Großstadien Europas. Vom internationalen Flughafen Budapest Ferenc Liszt sind es etwa 16 Kilometer.

Am Tag des Endspiels öffnen die Stadiontore um 15 Uhr Ortszeit, also drei Stunden vor dem Anpfiff um 18 Uhr. Die UEFA empfiehlt Fans, etwa drei Stunden vor Spielbeginn an der Arena zu sein, um ausreichend Zeit für Ticket- und Sicherheitskontrollen zu haben.

Champions Festival

Vor der beeindruckenden Kulisse des Heldenplatzes bringt das UEFA Champions Festival (Quelle auf Englisch) die Atmosphäre des größten europäischen Klubwettbewerbs mitten nach Budapest. Vom 28. bis 31. Mai ist das viertägige Event für alle offen und verbindet Fußballspiele, Mitmachaktionen der Sponsoren und Live-Unterhaltung.

Besucher können sich auf interaktive Angebote, Überraschungsgäste und eine ausgelassene Fanstimmung freuen, während die Stadt dem Finale der UEFA Champions League entgegenfiebert. Der Festivalbereich ist der ideale Ort, um sich auf das Spiel einzustimmen – auch ohne Eintrittskarte.

Sportsbars

Budapest mache sich auf einen „rekordverdächtigen Fußballsommer“ gefasst, schreibt Time Out (Quelle auf Englisch). Pubs und Bars, in denen Live-Fußball läuft, gibt es reichlich.

Zu den Favoriten des Magazins zählen Jack Doyle’s, ein alteingesessener irischer Pub, der sich „authentisch anfühlt und trotzdem weiß, dass er in Budapest ist“, sowie die Keller-Sportsbar Champs im Stadtzentrum.

Ein weiterer beliebter Treffpunkt ist das 6:3 Borozó, benannt nach dem Ergebnis des berühmten Spiels zwischen Ungarn und England im Jahr 1953. Es sei „eine der ältesten Fußballbars Europas, ganz zu schweigen von Budapest“, heißt es bei Time Out.

Budapest sei eine „großartige Barstadt“, urteilt auch der Libero Guide (Quelle auf Englisch). Das Zentrum bildet der VII. Bezirk zwischen der Großen Synagoge und dem Klauzál tér. Als „fußballfreundlichste“ der inzwischen sehr bekannten Ruinbars gelten demnach UdvarROM und der angrenzende Füge Udvar.

Buda und Pest werden von der Donau getrennt
Buda und Pest werden von der Donau getrennt Photo by Bence Balla-Schottner on Unsplash

Hotels und Unterkünfte

An Übernachtungsmöglichkeiten mangelt es in der Stadt nicht. Laut den Daten des ungarischen Zentralamts für Statistik (KSH) verfügte Budapest 2024 über rund 65.600 Hotelzimmer.

Als Ausgangspunkt bietet sich insbesondere der XIV. Bezirk an: Zugló liegt nur etwa vier Kilometer von der Puskás Aréna entfernt, empfiehlt Booking.com (Quelle auf Englisch).

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln brauchen Fans dorthin rund 25 Minuten, mit dem Auto etwa 15 Minuten. Um Staus zu vermeiden, rät die Plattform, zur Puskás Aréna am besten mit Metro oder Straßenbahn zu fahren.

Die Hotelszene Budapests wird von Häusern geprägt, die die reiche Architektur und Kultur der Stadt widerspiegeln. Direkt an der Donau gilt das Four Seasons Hotel Gresham Palace mit seinen sorgfältig restaurierten Jugendstil-Interieurs und dem Blick auf die Kettenbrücke als die wohl ikonischste Luxusadresse der Hauptstadt.

Das Anantara New York Palace Budapest erinnert an die literarische Vergangenheit der Stadt. Im Gebäude befindet sich das prunkvolle New York Café, das oft zu den schönsten Cafés der Welt gezählt wird.

Zu den neuen Hotels in der Stadt zählen das The St. Regis Budapest, das im April im historischen Klotild-Palast eröffnet hat, und das Kimpton BEM Budapest auf der Buda-Seite der Donau nahe der Margaretenbrücke.

Flughafen und Flüge

Der internationale Flughafen Budapest Liszt Ferenc ist Ungarns wichtigstes Luftdrehkreuz und verbindet die Hauptstadt mit allen großen Zielen in Europa, darunter Paris und London. Ein Expressbus fährt direkt vom Flughafen ins Stadtzentrum; die Fahrt dauert etwa 40 bis 50 Minuten.

Arsenal (Quelle auf Englisch) hat für Fans mit über den Klub erworbenen Tickets einen speziellen Charterflug aufgelegt. Der Preis liegt bei 859 Pfund pro Person. Die Maschine startet am Morgen des Samstag, 30. Mai, vom Flughafen London Luton und kehrt in den frühen Morgenstunden des Sonntag, 31. Mai, nach Spielende zurück.

Ungarisches Parlamentsgebäude in Budapest
Ungarisches Parlamentsgebäude in Budapest Photo by Ivan Rohovchenko on Unsplash

Unterwegs in der Stadt

Die UEFA hat bestätigt, dass Ticketinhaber am Spieltag den Nahverkehr in Budapest kostenlos nutzen können. Frei sind die Fahrten mit den Metrolinien 1, 2, 3 und 4, mit der Straßenbahnlinie 1, mit dem Sonderbus Champions Express zwischen Flughafen und Innenstadt sowie mit der regulären Buslinie 200E.

In der Stadt selbst kommen Besucherinnen und Besucher mit dem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrssystem voran, das U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse, Obusse und Vorortzüge umfasst.

Budapest (Quelle auf Englisch) verfügt außerdem über ein dichtes Netz an Radwegen. Räder lassen sich in Verleihstationen mieten oder über das öffentliche Bike-Sharing-System nutzen.

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