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Lissabon führt weltweite Rangliste der lebenswertesten Städte für Expats an

Lissabon führt Ranking der besten Städte für Expats an
Ranking der Expat-Städte: Lissabon liegt vorn Copyright  João Reguengos/Unsplash
Copyright João Reguengos/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Immer mehr Menschen ziehen für Job, Lebensstil und Flexibilität ins Ausland. Eine neue Studie kürt die besten Städte für Expats: Europas Metropolen führen dank guter Medizin, Sicherheit, moderaten Kosten und einfacher Eingewöhnung.

Immer mehr Menschen tauschen ihren traditionellen Wohnort gegen ein Leben im Ausland. Ein neues weltweites Ranking zeigt, welche Städte sich für Expats besonders gut zum Leben eignen.

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Die Rangliste beschränkt sich nicht auf Postkartenmotive oder niedrige Steuern. Im Mittelpunkt stehen Faktoren, die bei einem Umzug wirklich zählen: Gesundheitsversorgung, Sicherheit, Bezahlbarkeit, soziales Leben und sogar die Stärke des Reisepasses.

Heute leben nach Angaben des UN‑Departments für Wirtschafts- und Sozialangelegenheiten mehr als 300 Millionen Menschen außerhalb ihres Geburtslands – fast doppelt so viele wie 1990.

Seit der Pandemie ist die Zahl der Remote-Beschäftigten und Digitalnomaden deutlich gestiegen. Sie schließen sich den vielen Rentnerinnen und Rentnern sowie Menschen an, die aus beruflichen Gründen umziehen.

Nun hat Global Citizen Solutions, eine Beratungsfirma für Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsprogramme, ihre erste Liste der World’s Most Livable Cities for Expats veröffentlicht. Sie bewertet fünfunddreißig Städte auf sechs Kontinenten als Ziele für die wachsende Gruppe international mobiler Bewohnerinnen und Bewohner.

Die Global Intelligence Unit des Unternehmens ging über klassische Stadt-Rankings hinaus und bewertete die Städte nach sieben klar definierten Kriterien.

Untersucht wurden Lebenshaltungskosten, Sicherheit, Luftqualität, Gesundheitsversorgung, wie leicht man ankommt und Anschluss findet, Englischkenntnisse vor Ort sowie erweiterte Mobilität – also Reisepass-Stärke und Visafreiheit.

Die Analysten griffen auf frei verfügbare Datensätze zurück und ordneten jede Stadt auf einer Skala von null bis hundert ein, jede Kategorie mit eigenem Gewicht. Am stärksten zählten Sicherheit und Gesundheitsversorgung, was ihre Bedeutung für langfristige Auswanderungsentscheidungen widerspiegelt.

Am Ende lag Lissabon vorne, dicht gefolgt von Amsterdam. Insgesamt stammen fünf der zehn bestplatzierten Städte aus Europa.

Top zehn: Die lebenswertesten Städte für Expats

  1. Lissabon, Portugal: 88,49/100
  2. Amsterdam, Niederlande: 81,97/100
  3. Melbourne, Australien: 81,79/100
  4. Wien, Österreich: 81,07/100
  5. Barcelona, Spanien: 80,7/100
  6. Singapur: 80,58
  7. Auckland, Neuseeland: 80,15
  8. Tokio, Japan: 79,78
  9. Kopenhagen, Dänemark: 79,57
  10. Seoul, Südkorea: 78,89

Die Top drei im Detail

Lissabon

Die portugiesische Hauptstadt erreichte Platz eins, weil sie in allen Kategorien konstant gut abschneidet – nicht, weil sie in einem einzelnen Bereich dominiert.

Sie gehört zu den günstigsten Städten im Index und liegt bei den Lebenshaltungskosten deutlich unter Städten wie Wien, Amsterdam und Kopenhagen.

Auch die Englischkenntnisse der Bevölkerung sind hoch. Luftqualität und Sicherheitsniveau übertreffen die Werte vieler anderer europäischer Städte.

Ein weiterer Pluspunkt gegenüber anderen europäischen Zentren: Es gibt mehrere legale Wege zu einem Aufenthaltstitel, etwa über Investitionsprogramme oder spezielle Digitalnomaden-Visa. Damit eignet sich Lissabon besonders für Expats.

Amsterdam, Niederlande

Amsterdam sicherte sich Platz zwei, weil die Stadt in allen Kategorien gute Werte erzielte.

Die niederländische Hauptstadt bietet ein hohes Maß an Sicherheit, eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung und saubere Luft. Zugleich ist sie für internationale Bewohnerinnen und Bewohner gut zugänglich.

Die niederländische Hauptstadt schneidet im Ranking sehr gut ab – leidet aber unter hohen Lebenshaltungskosten
Die niederländische Hauptstadt schneidet im Ranking sehr gut ab – leidet aber unter hohen Lebenshaltungskosten Clarisa Ravasotti/Unsplash

Amsterdam weist laut Studie das höchste Englisch-Niveau aller europäischen Städte im Index auf. Sprachbarrieren im Alltag und in der Verwaltung fallen dadurch häufig weg.

Die Stadt ist bekannt für ihren weitgehend autofreien Verkehr: Zwischen 2015 und 2022 entfielen mehr als siebzig Prozent aller Wege auf Fußgänger, Radverkehr oder den öffentlichen Nahverkehr. Für Expats, die auf ein Leben ohne Auto setzen, ist Amsterdam daher attraktiv.

Beim Thema Lebenshaltungskosten gerät Amsterdam allerdings ins Hintertreffen. Die Stadt gehört zu den teuersten im Ranking, weshalb sich nicht jede und jeder ein Leben dort leisten kann.

Auch der Wert für „Ankommen und Heimischwerden“ zeigt, dass soziale Integration Zeit braucht. Wer es sich leisten kann, findet in Amsterdam dennoch ein sehr stabiles und ausgewogenes Lebensumfeld.

Melbourne, Australien

Als einzige nicht-europäische Stadt in den Top fünf erzielt Melbourne in mehreren Kategorien besonders gute Ergebnisse.

Gemeinsam mit Singapur, Auckland und Vancouver erreicht Melbourne die höchsten Englischwerte im gesamten Ranking und zählt zu den saubersten Städten der Liste.

Die australische Metropole punktet außerdem mit einer hochwertigen Gesundheitsversorgung, stabiler Regierungsführung und gut ausgebauten städtischen Infrastrukturen. In der Praxis sorgt das für einen hohen Lebensstandard – besonders attraktiv für Expats, die aus anderen englischsprachigen Ländern auswandern.

Leicht schwächer schneidet Melbourne beim Thema Sicherheit ab; hier liegt die Stadt im Vergleich zu vielen europäischen Metropolen zurück. Das gilt als Hauptschwachpunkt in einem sonst ausgewogenen Profil.

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