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Mittelmeer-Kreuzfahrt zeigt Spanien, Italien und Frankreich vom Meer aus

Foto des im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffs
Foto des im Hafen liegenden Kreuzfahrtschiffs Copyright  David del Valle
Copyright David del Valle
Von David del Valle
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Das westliche Mittelmeer gehört zu den beliebtesten Kreuzfahrtgebieten der Welt. Jedes Jahr lockt es tausende Reisende zu drei der attraktivsten Ziele Europas, ganz ohne Kofferpacken zwischendurch.

Schon der Anblick eines der Flaggschiffe von Costa Kreuzfahrten, der Costa Smeralda, ist im Hafen von Barcelona, dem Startpunkt dieser Reise, beeindruckend. Ein schwimmender Koloss mit bis zu 20 Decks, mehr als 2.600 Kabinen, fast 340 Meter Länge und Platz für über 6.500 Menschen.

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„Das ist ja wie eine schwimmende Stadt!“, ruft die 51-jährige Yolanda erstaunt, für die es die erste Reise auf einem Schiff dieser Größenordnung mit 200.000 Tonnen ist. Zur Sicherheit hat sie Tabletten gegen Seekrankheit eingepackt. Am Ende braucht sie sie auf der gesamten Route nicht, denn das leichte Schaukeln ist kaum zu spüren.

Italienisches Lebensgefühl

Das Einsteigen geht schnell. Schon beim Betreten fällt das italienische Design ins Auge und die Namen der Bereiche, die dem Schiff Leben einhauchen. Das gesamte Mobiliar, die Beleuchtung, Stoffe und Accessoires sind „made in Italy“. Jedes Deck trägt den Namen einer italienischen Stadt oder Region: Rom, Venedig, Capri, Palermo, Genua, Mailand, Neapel oder Triest. Jede Etage zitiert „ihre“ Stadt mit eigenen Farben und Dekoelementen und verstärkt so das Gefühl, einmal quer durch Italien zu reisen.

Das Herz des Schiffs ist das Colosseo, ein Bereich in der Mitte, in dem die großen Shows stattfinden. Am Heck erinnert die Piazza di Spagna an eine große Freitreppe, die drei Ebenen verbindet. Hier, wo bis zu 1.800 Menschen Platz finden, treffen sich die Gäste, um unter freiem Himmel Partys und andere Events während der Fahrt zu genießen.

Auf dem Balkon des Oberdecks sorgt ein Glasboden dafür, dass man sich wie schwebend über dem Meer fühlt. Von hier oben eröffnet sich der Blick über ganz Barcelona, das kleiner und ferner wird, sobald das Schiff ablegt. Geplant sind sieben Tage Kreuzfahrt mit Stopps in Ibiza, Palermo, Rom, Savona und Marseille, bevor es zurück nach Barcelona geht. Wir bleiben in unserem Fall nur fünf Tage an Bord, bis zum Hafen von Civitavecchia vor den Toren der Ewigen Stadt.

„Wir sind begeistert, denn hier gibt es einfach alles und wir haben richtig Lust, die Zeit zu genießen“, sagen einige spanische Rentnerinnen, die sich freuen, weitere Landsleute zu treffen – die es hier nicht allzu häufig gibt. Von den mehr als 5.000 Passagieren dieser Reise mit der Costa Smeralda sind nur 390 aus Spanien; die meisten kommen aus Italien, gefolgt von Frankreich.

„Wir haben außerdem Gruppen aus China, Japan und sogar aus Russland. Deren Zahl nimmt stetig zu“, erklärt Zarella aus dem Gästeservice. Am Heck liegt auch der Panoramaweg Passeggiata Volare in 65 Metern Höhe, von dem aus man auf das offene Meer und die weiße Gischt in der Spur des Schiffs blickt.

Vorn am Bug lädt der Platz Trastevere zum Entspannen ein, mit Livemusik und einem Cocktail an der venezianisch inspirierten Bar Il Bacaro. Diese italienische Atmosphäre setzt sich auch in den Kabinen fort, die mit Farben und geometrischen Mustern der Stadt gestaltet sind, nach der das jeweilige Deck benannt ist.

Genuss rund um die Uhr

Auf diesem Schiff ist alles auf das Wohlbefinden und den Spaß der Gäste ausgerichtet, vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Es gibt Shows und Aktivitäten für ganz unterschiedliche Zielgruppen, von Pop- und Hip-Hop-Tänzern über Akrobaten und Videospiele bis zu Mottopartys, virtuellen Bands oder der Talentshow The Voice of the Sea. Das Theater Sanremo verwandelt sich nachts in eine Diskothek, in der ganze Familien gemeinsam zur Musik tanzen. Wer eine andere Stimmung sucht, findet sie im Jazzclub Quelli della Notte mit Live-Musik.

Auch kulinarisch ist der Aufenthalt ein Erlebnis. Jeden Tag stehen Menüs auf dem Programm, die von den jeweiligen Etappen der Route inspiriert sind, mit starkem Fokus auf italienische Küche. Das Schiff bietet eine große Auswahl an Restaurants mit international renommierten Köchinnen und Köchen und speziellen Gourmet-Bereichen. In einem davon, dem Teppanyaki-Restaurant, genießen die Gäste nicht nur japanische Küche, die direkt vor ihren Augen zubereitet wird. Sie erleben zugleich die Show des Kochs, mit Spatel-Jonglagen und Liedern, in die wir alle einstimmen.

Sport und Entspannung

Wer im Urlaub fit bleiben möchte, hat viele Möglichkeiten. Das Fitnessstudio bietet auf Wunsch sogar Personal Trainer. Auf dem Oberdeck gibt es außerdem ein Fußballfeld, auf dem vor allem die Jüngeren ihr Ballgefühl zeigen.

Tagsüber können Groß und Klein die vier Pools nutzen und den AcquaPark, einen Wasserpark hoch über dem Mittelmeer, in dem sich Rutschen in luftiger Höhe über dem offenen Meer winden. Wer es ruhiger mag, findet im Spa-Bereich Entspannung mit Beautysalon, Thalasso-Pool, Schnee-, Salz- und Ruheräumen, einem Hamam und verschiedenen Massage- und Wellnessbehandlungen.

An Bord kommt keine Langeweile auf – weder während der Fahrt noch bei den Stopps. Auf See gibt es die sogenannten Sea Destinations, Erlebnisse auf dem Wasser wie Sternenbeobachtungen oder den Sonnenuntergang vor der Bucht von Ibiza, untermalt von Musik, Shows und Animation. An Land locken die Land Experiences, die etwa in den Norden Ibizas führen, zu den Höhlen von Can Marçà im Hafen von San Miguel, in die Inselhauptstadt selbst oder in Palermo zu Stadtbesichtigungen mit einem Abstecher in die Katakomben.

Gerade diese Mischung aus Seereise, Unterhaltung und Entdeckungen erklärt, warum Kreuzfahrten trotz gelegentlicher Imagekrisen beliebter sind denn je. Die Costa Smeralda bringt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Rentner zusammen und bietet ein Programm für alle Generationen. Yolanda, die mit einem mulmigen Gefühl an Bord gegangen ist, weil sie vor Seekrankheit Angst hatte, beendet die Reise mit einem Lächeln. Kein einziges Mal wurde ihr schlecht, sie genoss jeden Landgang, die Shows sowie die italienische und internationale Küche. Sie kehrt mit vielen schönen Eindrücken nach Hause zurück, mit unzähligen Fotos und Videos auf dem Handy und, wie sie lachend zugibt, mit ein paar Kilo mehr.

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