Ein Erdbeben der Stärke 6,7 hat Indonesiens Insel Sulawesi erschüttert. Krankenhäuser brachten Patienten ins Freie, während mehrere starke Nachbeben die Region trafen.
Ein Erdbeben der Stärke 6,7 hat am Dienstag Teile Indonesiens erschüttert, gefolgt von mehreren starken Nachbeben. Das erste Beben ließ die Erde in Palu mehr als eine Minute lang heftig beben. Die Stadt mit rund 400.000 Einwohnern ist die Hauptstadt der Provinz Zentralsulawesi.
Vereinzelt wurden Schäden gemeldet. Krankenhäuser brachten Patientinnen und Patienten aus Sicherheitsgründen ins Freie, teilweise noch mit laufenden Infusionen. Das Epizentrum des ersten Bebens lag nach Angaben des US Geological Survey 46 Kilometer ostsüdöstlich von Palu in einer Tiefe von etwa zehn Kilometern. Die stärksten Nachbeben erreichten Magnituden von 5,2, 5,0 und 4,9.
Indonesien liegt in einer Region mit mehreren tektonischen Bruchzonen. Erdbeben und vulkanische Aktivität sind dort daher keine Seltenheit.
Im Januar 2021 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 nahe der Stadt Mamuju auf der Insel Sulawesi mindestens 100 Menschen ums Leben. Aus Angst vor Nachbeben verbrachten Tausende Menschen noch tagelang die Nächte im Freien.