Das rundum erneuerte Museum lässt Besucher tief in die Arbeit der Forschenden der gemeinnützigen Organisation eintauchen und gewährt exklusive Einblicke hinter die Kulissen des berühmten Magazins.
Als Kinder ist jeder Tag voller Staunen. Wir lernen die Welt um uns herum kennen – von den Millionen von Arten, mit denen wir uns die Erde teilen, bis zu den bemerkenswerten Durchbrüchen, die die Wissenschaft täglich erzielt.
Als Erwachsene erleben wir dieses Staunen seltener. Es sei denn, wir suchen es ganz bewusst – genau das ist ab diesem Sommer im National Geographic Museum of Exploration (Quelle auf Englisch) möglich.
Die Wiedereröffnung ist für den 26. Juni geplant. Das erneuerte Museum gehört zum fast 130 Jahre alten Campus der National Geographic Society in Washington, D.C.
Mit Hilfe immersiver Technik erzählen die Galerien und Ausstellungen zum einen die Geschichte der Gesellschaft. Zum anderen wollen sie die nächste Generation inspirieren.
„Im Museum of Exploration trifft unser Erbe des Geschichtenerzählens auf die Erlebnistechnologie von heute und lädt alle ein, in die Welten der National Geographic Explorers einzutauchen“, sagt Jill Tiefenthaler, CEO der National Geographic Society.
„Jeder Winkel ist so gestaltet, dass sich Besucherinnen und Besucher in die Reisen der Explorers hineinversetzen können – in die Werkzeuge, die Entdeckungen voranbringen, und in die Neugier, die unsere Mission antreibt, das Wunder unserer Welt sichtbar zu machen und zu schützen.“
Museum of Exploration: Das erwartet die Besucherinnen und Besucher
Seit ihrer Gründung im Jahr 1888 hat die National Geographic Society zahlreiche Projekte und Expeditionen rund um den Globus finanziert.
Am bekanntesten ist sie wohl für ihr Magazin National Geographic und die spektakulären Fotos in jeder Ausgabe.
Genau darum geht es in der Ausstellung „The Archives“. Sie zeigt, wie eine Magazinreportage entsteht – von den ersten Recherchen im Feld bis zum fertigen Layout kurz vor dem Druck.
Am Forschertisch in den Archiven liegen mehr als 300 Fotos, Filmausschnitte, Artefakte und Tonaufnahmen aus vielen Jahren bereit. Im Dunkelraum können Besucherinnen und Besucher den fotografischen Prozess sogar selbst ausprobieren.
Wer noch tiefer einsteigen möchte, kann eine Führung buchen. Dabei erhalten Gäste Zugang zu einer besonderen Archivausstellung mit seltenen Materialien, die die Gesellschaft für ihre laufende Forschung sammelt, lagert und bewahrt.
Andernorts im National Geographic Museum of Exploration zeigt die Magazine Gallery jede einzelne Titelseite des Magazins. Die Ausstellung In Focus: Photographs of National Geographic präsentiert zudem einige der ikonischsten Fotos der Marke.
Zu den Höhepunkten gehören die nächtlichen Tieraufnahmen von George Shiras – die ersten überhaupt, die in der Dunkelheit entstanden sind – sowie Ami Vitales Fotografien des letzten männlichen nördlichen Breitmaulnashorns Sudan, das 2018 starb.
Besucherinnen und Besucher können außerdem die Wechselausstellung Photo Ark: Animals of Earth entdecken, in der Arbeiten des Fotografen Joel Sartore zu sehen sind.
In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat er mehr als 17.000 Arten fotografiert, die in Zoos, Aquarien, Wildtierreservaten und Auffang- sowie Rehabilitationszentren auf der ganzen Welt leben. Die Porträts erscheinen vor schwarzen oder weißen Hintergründen, alle im gleichen Bildformat, damit jedes Tier die gleiche Aufmerksamkeit erhält.
Die Station Rolex Explorers Landing widmet sich schließlich den Arbeiten von Forschenden, die die Gesellschaft unterstützt hat – vom ersten Funken Neugier bis zu den langfristigen Auswirkungen ihrer Feldforschung.
Nach so vielen Eindrücken ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: In der Explorers Eatery, einer internationalen Food Hall mit fünf wechselnden Ständen, stehen zunächst amerikanische, italienische, marokkanische, peruanische und vietnamesische Küche auf der Karte.