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Griechenland, Spanien und Italien treiben Nachfrage nach Sommerreisen 2026

Unter den Spitzenzielen Südeuropas verzeichnet Athen den stärksten Zuwachs bei der Reiselust.
Unter Südeuropas Spitzenzielen verzeichnet Athen den stärksten Zuwachs bei der Reiselust. Copyright  Michael Starling/Euronews Travel
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Von Michael Starling
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Tourismusboom in Südeuropa: Reisende wählen in unsicheren Zeiten bevorzugt nahe, vertraute und leicht erreichbare Ziele.

Südeuropa dürfte in diesem Sommer auf der Nordhalbkugel herausragen. Griechenland, Spanien und Italien verzeichnen das stärkste Wachstum bei der internationalen Reiselust, weil sich viele Urlauber für „nähere, vertrautere“ Ziele entscheiden.

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Nach neuen Auswertungen der Data Appeal Company/Almaviva Group wird Südeuropa zwischen Juni und August 2026 voraussichtlich 11,71 % der weltweiten internationalen Reiseabsicht auf sich ziehen – ein Plus von 2,47 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Grundlage ist der unternehmenseigene Share of Searches Index, der weltweite Flugsuchen auswertet und so die Nachfrage misst.

Die starke Entwicklung im Mittelmeerraum fällt in eine Phase, in der sich internationale Reisewege aufgrund geopolitischer Spannungen, Flugumleitungen und steigender Kosten für den Flugbetrieb spürbar verändern.

Ziele in Asien ziehen zwar weiterhin den größten Anteil an Reisenden an. Doch die Unsicherheit wegen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten sorgt dafür, dass viele Urlauber vermeintlich leicht erreichbare Ziele bevorzugen.

„Sommer-Reiseabsichten zeigen, dass sich die Nachfrage bei Langstrecken natürlicherweise auf Ziele verlagert, die näher, vertrauter und leichter zugänglich wirken, wenn Flugverbindungen und Korridore durch Umwege, höhere Kosten und geopolitische Unsicherheit unterbrochen werden“, sagte Carlos Cendra, Chief Marketing and Communications Officer bei Data Appeal.

Das erkläre laut Cendra die „positive Perspektive für Ziele, die an Reiseinteresse gewinnen, vor allem in Südeuropa, aber auch die Widerstandsfähigkeit asiatischer Regionen“. Zwar geht die Gesamtnachfrage nach Ost- und Westasien zurück. Doch beide werden weiterhin von starken interkontinentalen und regionalen Verkehrsströmen gestützt.

Unter den Topzielen Südeuropas verzeichnete Athen den größten Zuwachs bei der Reiseabsicht: plus 0,23 Prozentpunkte auf nun 0,77 % der weltweiten Nachfrage. Die griechische Hauptstadt profitiert weiter von ihrer Doppelrolle als Städtereiseziel und Sprungbrett zu den Inseln des Landes.

Barcelona bleibt das meistgesuchte Ziel der Region und kommt auf 1,01 % der globalen Reiseabsicht. Auch Madrid, Rom und Mailand legen deutlich zu. Forschende führen das Wachstum auf ein dichtes Flugangebot und die ungebrochene Beliebtheit von Mittelmeer-Strandurlaub zurück.

Nordamerika: Sommernachfrage steigt deutlich

Auch Nordamerika erlebt einen starken Sommer. Die Region erreicht 8,36 % der weltweiten Reiseabsicht, ein Plus von 1,01 Prozentpunkten binnen eines Jahres.

Analysten machen eine erhöhte Nachfrage im Zusammenhang mit der FIFA-Weltmeisterschaft aus. Davon profitieren Drehkreuze wie New York, Los Angeles, Miami und Orlando, die verstärkt internationale Gäste anziehen. Auch Ziele in Kanada wachsen, besonders Vancouver und Calgary.

Asien bleibt insgesamt die dominierende Region. Ostasien kommt auf 14,41 %, Südostasien auf 13,58 % der internationalen Reiseabsicht. „Damit entscheidet sich im Sommer 2026 mehr als jede vierte internationale Reise für eines dieser beiden Gebiete“, heißt es in dem Bericht.

Allerdings verzeichnet Ostasien im Vergleich zum Sommer 2025 einen deutlichen Nachfragerückgang. Westasien verliert sogar am stärksten und büßt 2,69 Prozentpunkte Marktanteil ein. Dennoch ziehen Ziele wie Türkiye, Zypern und Georgien dank einer kräftigen regionalen Nachfrage weiterhin viele Reisende an.

Südostasien bleibt ein Lichtblick und wächst leicht. Bali führt die Region mit 1,38 % der weltweiten Reiseabsicht an, gefolgt von Manila und Jakarta. Ziele in Vietnam, Thailand und den Philippinen gewinnen ebenfalls weiter an Dynamik.

Die Daten zeigen zudem eine breitere Umverteilung der Nachfrage. Lateinamerika und die Karibik verzeichnen einen der stärksten Anstiege weltweit, angeführt von Peru, Brasilien und Mexiko. Afrika legt leicht zu.

Nordeuropa profitiert unterdessen weiter vom „Coolcation“-Trend. Die Region kommt auf 5,96 % der globalen Reiseabsicht. Ziele wie London, Edinburgh, Dublin, Kopenhagen und Island ziehen Reisende an, die mildere Sommertemperaturen und Alternativen zur Mittelmeerhitze suchen.

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