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Abseits vom Trubel: Fünf unterschätzte europäische Inseln als Alternative

La Gomera: wenig bekannte Kanareninsel, aber eine Reise wert
La Gomera: wenig bekannte Kanareninsel, aber eine Reise wert Copyright  Johannes Óvegur/Unsplash
Copyright Johannes Óvegur/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Tauschen Sie überfüllte Urlaubsinseln gegen stille Küsten: Auf diesen kaum bekannten Eilanden erleben Sie spektakuläre Landschaften, echtes Inselleben und deutlich weniger Besucher.

Die Inseln Europas faszinieren Reisende seit Jahrhunderten – von den sonnenverwöhnten Küsten des Mittelmeers bis zu den zerklüfteten Felseninseln im Nordatlantik.

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Viele der bekanntesten Inseln des Kontinents ziehen inzwischen jeden Sommer riesige Menschenmengen an. Dennoch gibt es noch zahlreiche ruhige Rückzugsorte, die auf Entdecker warten.

Inseln wie Teneriffa, Santorin und Capri sind aus gutem Grund berühmt, aber auch berüchtigt für Overtourism. Wer sich für eine kleinere, weniger bekannte Insel entscheidet, bekommt dieselben spektakulären Landschaften und dieselbe entspannte Atmosphäre – nur mit deutlich weniger Gedränge und überzogenen Preisen.

Das sind einige der schönsten, noch relativ unbekannten europäischen Inseln, die sich jetzt zu entdecken lohnen.

Statt Teneriffa: La Gomera entdecken

La Gomera, die zweitkleinste der Hauptinseln der spanischen Kanaren, liegt direkt neben Teneriffa – und ist doch in vieler Hinsicht eine andere Welt.

Teneriffa, die beliebteste Kanareninsel, empfängt jedes Jahr rund fünf Millionen Besucherinnen und Besucher. La Gomera zählt deutlich weniger Touristinnen und Touristen, auch weil die Insel kaum auf Massentourismus ausgelegt ist.

Trotzdem hat sie viel zu bieten, besonders für abenteuerlustige Reisende.

Die Insel ist bekannt für ihre vulkanischen Berge, die von zahlreichen Wanderwegen durchzogen sind. Im UNESCO-geschützten Garajonay-Nationalpark liegt einer der beeindruckendsten Nebelwälder Europas sowie die markante Schlucht Valle Gran Rey.

Schwarze Sandstrände gehören zum Pflichtprogramm; blühende Kakteen säumen fast jeden Weg.

Probieren Sie unbedingt lokale Spezialitäten wie Almogrote, einen kräftigen, würzigen Ziegenkäse-Aufstrich, und fangfrischen Fisch; besonders beliebt ist Gelbflossenthun.

Statt Hvar: Šolta entdecken

Šolta liegt direkt vor Split, doch viele ignorieren die Insel zugunsten der bekannteren Nachbarn Hvar und Brač. Mit der Linienfähre sind Sie in weniger als einer Stunde dort; damit gehört Šolta zu den unkompliziertesten, aber auch meist unterschätzten Insel-Ausflügen in Kroatien.

Hier läuft das Leben langsamer. Verschlafene Fischerdörfer, versteckte Kiesbuchten, Olivenhaine und Weingärten verleihen der Insel ein authentisches dalmatinisches Flair, das sich an der Adria sonst nur noch selten findet.

Baden Sie im berühmten klaren, blauen Meer, trocknen Sie in rustikaler Umgebung ab und schlendern Sie anschließend durch den bilderbuchschönen Hafen von Stomorska.

Besuchen Sie auch das malerische Dorf Maslinica und lassen Sie sich in einem Restaurant direkt am Wasser mit täglich frisch gefangenem Fisch verwöhnen.

Serifos ist eine ruhigere, aber ebenso attraktive Alternative zum nahe gelegenen Santorin
Serifos ist eine ruhigere, aber ebenso attraktive Alternative zum nahe gelegenen Santorin Giandomenico Pozzi/Unsplash

Statt Santorin: Serifos wählen

Serifos bietet alles, was Reisende an den Kykladen schätzen – nur ohne die Menschenmassen, die Santorin inzwischen prägen.

Von Athen aus erreichen Sie die entspannte Insel in rund zwei Stunden mit der Fähre. Weil es weder einen Flughafen noch große Hotelanlagen gibt, ist Serifos bislang vom Massentourismus verschont geblieben.

Stattdessen erwarten Sie ruhige Strände, weiß getünchte Dörfer und ein entschleunigter Alltag. Genau das macht Serifos seit Langem zu einem Favoriten für Athenerinnen und Athener, die am Wochenende ans Meer entfliehen.

Mit mehr als 40 Stränden entlang der zerklüfteten Küste finden alle leicht ein ruhiges Plätzchen. Die auf einem Hügel gelegene Hauptstadt Chora besticht mit verwinkelten Gassen, blaukuppelten Kirchen und traditionellen Windmühlen.

Wenn die Sonne sinkt, bestellen Sie einen Drink in einer der Dachbars von Chora und beobachten, wie sich die Ägäis in Gold- und Rosatöne färbt. Es ist das klassische Griechenland-Erlebnis – nur ohne Warteschlangen für das perfekte Foto.

Statt Capri für Procida

Capri ist weltberühmt für seine ultraluxuriösen Restaurants, Hotels und Strandklubs, aber auch berüchtigt für horrende Preise.

Dabei gibt es im Golf von Neapel Alternativen, die ebenso schön und deutlich erschwinglicher sind.

Procida erreichen Sie von Neapel aus in einer schnellen, 40-minütigen Fährfahrt. Die Insel bietet dasselbe glasklare Wasser, spektakuläre Ausblicke, bunt gestrichene Häuser und beste italienische Küche wie Capri. Trotzdem ist sie noch relativ unbekannt und deutlich günstiger als die berühmte Nachbarinsel – ideal, um zur Ruhe zu kommen und wirklich abzuschalten.

Das Fischerdorf Marina di Corricella sollten Sie nicht verpassen. Die pastellfarbenen Häuser wirken besonders eindrucksvoll aus der Vogelperspektive.

Autos sind hier nur begrenzt zugelassen, und die meisten Gäste kommen aus anderen Regionen Italiens. Viele werden auch von Szenen aus dem Film „Der talentierte Mr. Ripley“ aus dem Jahr 1999 angezogen, der zum Teil auf der Insel gedreht wurde.

Probieren Sie frische Meeresfrüchte, hausgemachten Limoncello und Spaghetti alla pescatora povera – eine Pasta mit Sardellen, deren Name wörtlich „Spaghetti des armen Fischers“ bedeutet.

Procida ist mindestens so schön wie das nahe Capri und deutlich weniger überlaufen
Procida ist mindestens so schön wie das nahe Capri und deutlich weniger überlaufen Charles Devaux/Unsplash

Statt Isle of Skye: Luing erleben

Das kleine Luing vor der Westküste Schottlands bleibt oft zugunsten der bekannten Isle of Skye links liegen. Genau das macht den Reiz der Insel aus.

Nur 16 Meilen südlich von Oban gelegen und mit einer kurzen Fähre von der Insel Seil erreichbar, beherbergt die Insel der Inneren Hebriden eine enge Gemeinschaft von Künstlerinnen, Kunsthandwerkern und nur einigen Hundert Bewohnerinnen und Bewohnern.

Obwohl Luing kaum mehr als sechs Meilen lang ist, gibt es viel zu entdecken. Malerische Küstenwege eröffnen weite Blicke aufs Meer, und im Atlantic Islands Centre erfahren Besucherinnen und Besucher alles über das Inselleben.

Auch Naturfreundinnen und Naturfreunde kommen hier auf ihre Kosten.

Fischotter sind hier keine Seltenheit, ebenso wie Seehunde und Kegelrobben. Mit etwas Glück zeigen sich in der Dämmerung sogar Delfine, Wale und Schweinswale.

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