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Tourismusboom 2019–2025: diese Länder gewinnen die meisten Gäste

Norwegen verzeichnet europaweit stärkste Erholung der Touristenzahlen
Norwegen verzeichnet in Europa den stärksten Zuwachs bei Touristenzahlen. Copyright  Tobias Tullius/Unsplash
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Neue Daten zeigen, wo sich der internationale Tourismus seit der Pandemie am stärksten erholt: Saudi-Arabien, Marokko und Ägypten profitieren, andere Ziele hinken hinterher.

Die weltweite Tourismuskarte verschiebt sich – und einige Länder gehen als klare Gewinner hervor.

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Neue Daten zeigen: Saudi-Arabien verzeichnet seit 2019 den stärksten Anstieg internationaler Ankünfte. Auch Marokko, Ägypten und Brasilien legen deutlich zu, denn viele Reisende suchen Alternativen zu klassischen Ferienzielen.

Auch Europa erlebt einen eigenen Tourismusboom: Norwegen, Portugal, Spanien und Frankreich empfangen inzwischen mehr Gäste als vor der Pandemie.

Die Datenvisualisierungsplattform Visual Capitalist wertete dafür Statistiken (Quelle auf Englisch) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aus. Sie zeigen, wie stark sich die Besucherzahlen zwischen 2019 und 2025 verändert haben – und wie groß der Bruch durch die Covid-19-Pandemie und die Zeit danach ausfällt.

Aus Europa schafften es drei Länder in die Top Ten. Die größten Zuwächse verbuchen allerdings Staaten im Nahen Osten, in Nordafrika und in Südamerika.

Saudi-Arabien investiert massiv in seinen Tourismussektor und steigerte die Zahl der Besucher in dem Sechsjahreszeitraum um 67 Prozent. Marokko und Ägypten kommen auf Zuwächse von 53 beziehungsweise 47 Prozent.

In Südamerika legten Brasilien und Kolumbien fast gleich stark zu, mit plus 46 und 45 Prozent.

Unter den asiatischen Staaten schafft es nur Japan in die Top Ten. Das Land verzeichnet ein Plus von 34 Prozent und liegt damit knapp vor Chile, das 33 Prozent mehr Touristen anzieht.

Komplettiert wird die Spitzengruppe von europäischen Ländern: Norwegen, Serbien und Dänemark kommen auf Zuwächse von 28, 27 und 22 Prozent.

Europa erholt sich nach der Pandemie

Die Pandemie traf den weltweiten Tourismus besonders hart. Europa hat sich jedoch größtenteils wieder auf das Niveau von 2019 zurückgekämpft.

Den Daten zufolge haben die meisten Reiseziele auf dem Kontinent ihre Besucherzahlen von vor der Pandemie erreicht oder übertroffen. Die Zuwächse fallen jedoch meist geringer aus als im Nahen Osten oder in Nordafrika.

Neben Norwegen, Serbien und Dänemark – alle in der Top Ten – verzeichneten auch Portugal, Spanien und Frankreich zwischen 2019 und 2025 deutliche Zuwächse bei internationalen Ankünften.

Deutschland dagegen meldete einen Rückgang um sechs Prozent, Italien zählte fünf Prozent weniger Gäste.

Irland traf es deutlich härter: Die Besucherzahlen lagen 32 Prozent unter dem Wert von 2019. Damit verzeichnete das Land den zweitgrößten Rückgang weltweit – nach Israel.

Manche Staaten verlieren massiv Touristen

Wenig überraschend belastet anhaltende Gewalt den Tourismus stark.

Israel erlebt das besonders drastisch. Die Zahl internationaler Ankünfte brach im Zuge des Kriegs im Gazastreifen um 71 Prozent ein – der mit Abstand stärkste Rückgang in der Auswertung.

Auch die Vereinigten Staaten verzeichneten im Vergleich zu 2019 ein Minus von 14 Prozent. In Kanada gingen die internationalen Ankünfte um elf Prozent zurück.

In Argentinien und Peru nahmen die Zahlen um 23 beziehungsweise 22 Prozent ab.

Auch mehrere Ziele im Asien-Pazifik-Raum erreichen ihre Besucherzahlen von vor der Pandemie noch nicht wieder.

Thailand traf es mit einem Minus von 17 Prozent am stärksten. Neuseeland (minus neun Prozent), Australien (minus sechs Prozent) und Indonesien (minus vier Prozent) holen ebenfalls langsamer auf als viele andere Länder. Ein Grund dafür sind ihre lange geschlossenen Grenzen während der Pandemie.

Welche Länder gewinnen die meisten Touristen?

Laut den Daten von Visual Capitalist und der OECD sind dies die zehn Länder mit den größten Zuwächsen bei Touristinnen und Touristen zwischen 2019 und 2025:

  • Saudi-Arabien: +67 %
  • Marokko: +53 %
  • Ägypten: +47 %
  • Brasilien: +46 %
  • Kolumbien: +45 %
  • Japan: +34 %
  • Chile: +33 %
  • Norwegen: +28 %
  • Serbien: +27 %
  • Dänemark: +22 %
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