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Hinter den Kulissen bei Qatar Airways: Fluggäste, neue Jets, Winterflugplan

Ein Flugzeug von Qatar Airways im Zentrum für Wartung, Reparatur und Überholung des Hamad International Airport
Ein Flugzeug von Qatar Airways im Wartungs- und Reparaturzentrum des Hamad International Airport Copyright  Fakhriya M. Suleiman/Euronews Travel
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Von Aadel Haleem & Fakhriya M. Suleiman
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Beim Rundgang durch den Flughafen Hamad in Doha erläuterten Qatar-Airways-CEO und Management die Erholung nach Störungen und Planung für Winter, neue Jets und Qsuite-Weiterentwicklung.

Qatar Airways rüstet sich für die geschäftige Wintersaison und plant die nächste Wachstumsphase. Nach Monaten regionaler Störungen, darunter eine vorübergehende Einstellung von Flügen im Februar, hat die in Doha ansässige Airline ihren Betrieb angepasst, um Passagiere zu unterstützen, das Streckennetz auszubauen und stabil zu bleiben.

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Und jetzt berichtet Hamad Ali Al-Khater, Chief Executive Officer der Qatar Airways Group: „Die Passagierzahlen liegen wieder bei rund 90 bis 95 Prozent des Vorjahresniveaus.“ Der Hamad International Airport fertigt derzeit mehr als 140.000 Reisende pro Tag ab, da internationale Fluggesellschaften schrittweise nach Doha zurückkehren. Dazu gehört British Airways; die Airline hat Anfang des Monats ihre täglichen Direktflüge von London Heathrow in die katarische Hauptstadt wieder aufgenommen.

Al-Khater sprach während eines Blicks hinter die Kulissen am Hamad International Airport. Euronews Travel erhielt dort einen exklusiven Einblick in die Teams und Einrichtungen, die den Flugbetrieb der Airline durch eine Phase regionaler und internationaler Störungen hindurch aufrechterhalten und zugleich die Wintersaison vorbereiten.

Qatar Airways plant auch langfristig. Al-Khater kündigte an, dass die Airline bis Jahresende neue Langstreckenflugzeuge mit überarbeiteter Kabinenkonfiguration erhält. Damit kann die Fluggesellschaft „Ziele anfliegen, die weiter entfernt liegen, als es unsere bisherigen Schmalrumpfflugzeuge ermöglichen“.

Er fügte hinzu: „Das eröffnet Chancen, weitere Städte und sogenannte Sekundärflughäfen anzufliegen, die bisher wirtschaftlich schwer zu bedienen waren.“

Hamad Ali Al-Khater, Chief Executive Officer der Qatar Airways Group (Bildmitte), kündigt an, dass die Airline in den kommenden fünf Jahren 138 neue Flugzeuge erhält
Hamad Ali Al-Khater, Chief Executive Officer der Qatar Airways Group (Bildmitte), kündigt an, dass die Airline in den kommenden fünf Jahren 138 neue Flugzeuge erhält Qatar Airways Group

Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen zusätzlich 138 neue Flugzeuge zur Flotte von Qatar Airways stoßen. Reisende können sich auf eine neue Generation des Business-Class-Produkts Qsuite einstellen, das Al-Khater zufolge im Sommer 2027 vorgestellt wird.

Hinter den Kulissen ist die Rückkehr zum Normalbetrieb und die Vorbereitung auf den Winterreiseansturm eine gewaltige Aufgabe. Sie reicht von der Wartung der Flugzeuge über den Kundenservice und die Abläufe am Boden bis hin zum Angebot an Bord.

Qatar Airways Winterflugplan: Diese Erweiterungen stehen an

Für die Wintersaison 2026/2027 baut Qatar Airways ihr weltweites Streckennetz auf mehr als 170 Ziele aus. Geplant sind 186 wöchentliche Flüge über Afrika, den asiatisch-pazifischen Raum, Europa, Amerika und den Nahen Osten.

In Europa erhöht die Airline ihre Verbindung nach London Heathrow ab dem 25. Oktober von bisher 49 auf künftig 56 wöchentliche Flüge. Die Zahl der Flüge nach Frankfurt steigt ab dem 7. Dezember von 18 auf 21 pro Woche.

„Bei der Vorbereitung auf den Winter ist das für Qatar Airways ein ganz normaler Prozess“, sagte Ali AlSaadi, Chief Maintenance, Repair and Overhaul Officer (MRO), gegenüber Euronews Travel.

„Wir wissen, dass der Verkehrsdruck in dieser Zeit zunimmt. Deshalb sorgen wir dafür, dass unsere Flugzeuge bestmöglich genutzt werden.“

Die Wartung von Flugzeugen und Kabinen beginnt bereits vor der Wintersaison. Das große MRO-Zentrum überwacht Tests und Verbesserungen der Flotte und nimmt technische Aufrüstungen vor. Euronews Travel konnte hier eines der Flugzeuge besichtigen, das im Rahmen der laufenden Einführung der Starlink-Konnektivität gewartet wurde.

Innenansicht einer Qatar-Airways-Kabine während der Wartung
Innenansicht einer Qatar-Airways-Kabine während der Wartung Fakhriya M. Suleiman/Euronews Travel

Im August setzte Qatar Airways als erste Fluggesellschaft eine Boeing 787-9 mit Starlink-Ausstattung ein. Insgesamt betreibt sie inzwischen 150 Großraumflugzeuge mit Starlink; das entspricht 83 Prozent der angestrebten Konnektivität.

Zusätzlich zum neuen Winterflugplan kündigte Qatar Airways Anfang des Jahres an, ab Juli vier wöchentliche Flüge nach Helsinki in Finnland aufzulegen und diese Zahl bis August auf sieben zu erhöhen.

Im Juli erweiterte die Fluggesellschaft ihr Südamerika-Netz und nahm Flüge nach Bogotá in Kolumbien und Caracas in Venezuela auf. Mit dem neuen Angebot wurde Qatar Airways zum ersten Golfcarrier mit Verbindungen nach Venezuela und zur ersten Airline, die den Nahen Osten direkt mit Caracas und Bogotá verbindet.

Hamad International Airport: Einblick in den Betrieb

Am Hamad International Airport besuchte Euronews Travel außerdem das integrierte Operationszentrum. Fachleute für Flugbetrieb und Navigation erläuterten dort, wie die Airline sich an die anhaltenden Störungen angepasst hat.

Vor der Zuspitzung der regionalen Spannungen profitierte das Drehkreuz Doha von direkter Ost-West-Konnektivität. Durch Sperrungen von Lufträumen fielen einige Routen weg, sodass Qatar Airways Teile des Betriebs nach Süden verlagern musste; Flüge in nördliche Richtung blieben schwierig. So konnte die Airline den Zugang zu wichtigen Märkten dennoch sichern.

Qatar Airways prüft zudem mit Partnern neue Optionen für zusätzlichen Luftraum, um den Druck auf das bestehende Netzwerk zu verringern.

Das Zentrum bietet einen Echtzeit-Überblick über den täglichen Betrieb. Die Teams überwachen hier Flugbewegungen und die Bedingungen in den Kabinen, etwa die Temperatur.

In der Werkstatt des Flughafens lagern zeitweise bis zu 80 Triebwerke, die gewartet werden, um überschüssigen Sand zu entfernen, der die Schaufeln angreifen kann – eine besondere Herausforderung im Klima der Region. Ein einzelnes Triebwerk kostet zwischen 20 und 40 Millionen Dollar (17,2 bis 34,4 Millionen Euro), eine Schaufel rund 250.000 Dollar (215.297,50 Euro).

In der Werkstatt können bis zu 80 Triebwerke stehen; jedes hat einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen Dollar (17,2 bis 34,4 Millionen Euro)
In der Werkstatt können bis zu 80 Triebwerke stehen; jedes hat einen Wert zwischen 20 und 40 Millionen Dollar (17,2 bis 34,4 Millionen Euro) Fakhriya M. Suleiman/Euronews Travel

Ein Flugzeug in der Luft zu halten, ist jedoch nur ein Teil der Aufgabe. Nach der Schließung des nationalen Luftraums am 28. Februar aktivierte der Flughafen ein Passagierbetreuungszentrum. Damals saßen 8.000 Reisende in der katarischen Hauptstadt fest, weitere 8.400 im weltweiten Netzwerk der Airline.

„Man kann so viel planen, wie man will, aber man sieht die Zukunft nicht“, sagte Abdulla Ali, Chief Operating Officer von Qatar Airways, gegenüber Euronews Travel und blickte auf die Reaktion seines Teams zurück.

„Den entscheidenden Unterschied machte, dass Qatar Airways nicht nur eine Fluggesellschaft ist, sondern eine Gruppe. Wir betreiben den Flughafen, wir sind die Airline, wir kümmern uns um die Bodenabfertigung.“

Mit Blick auf die Wintersaison erklärte Ali, dass regionale Krisen zwar anhalten, die aus früheren Reiseunterbrechungen – etwa durch Covid-19 – gewonnenen Erfahrungen die Airline aber in eine solide Ausgangslage für einen effizienten Betrieb versetzen.

„Ich hoffe, dass dieser Bereich bestehen bleibt“, sagte er mit Blick auf die dauerhafte Einrichtung des Passagierbetreuungszentrums im Flughafen. „Teil unserer Notfallpläne ist, dass wir eine solche Abteilung immer brauchen werden. Dieser Raum kann aber auch anderen Funktionen dienen, denn am Ende ist es ein Service.

Ob Krise oder nicht: Wir wollen stets effizient arbeiten und den bestmöglichen Service bieten. Wie wir uns bewegen und flexibel bleiben, wird immer entscheidend sein.“

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