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Französischer Hubschrauberträger vor Brasilien: Was hinter der Militärmission steckt

Dixmude, im Hintergrund das dritte französische amphibische Sturmschiff der Mistral-Klasse, und die französische Tarnkappenfregatte Aconit in der Militärwerft in Shanghai, 2015
Dixmude, im Hintergrund das dritte französische amphibische Sturmschiff der Mistral-Klasse, und die französische Tarnkappenfregatte Aconit in der Militärwerft in Shanghai, 2015 Copyright  Chinatopix via AP
Copyright Chinatopix via AP
Von Nathan Joubioux
Zuerst veröffentlicht am
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Ursprünglich war geplant, in den Indopazifik zu gehen, doch die Mission wurde schließlich Ende Februar nach Beginn des Krieges im Nahen Osten geändert. Nun bewegen sich 150 junge französische Offiziere vor der Küste Brasiliens.

Vor der Küste von Rio de Janeiro spielt sich seit mehreren Wochen eine ungewöhnliche Szene ab: Der französische amphibische Hubschrauberträger Dixmude kreuzt im Rahmen der Mission "Jeanne d’Arc 2026" vor der brasilianischen Küste.

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Mehr als 150 junge französische Offiziere am Ende ihrer Ausbildung trainieren dort gemeinsam mit brasilianischen Kollegen, um die strategischen Beziehungen zwischen Paris und Rio zu stärken. Gleichzeitig soll der Austausch von Wissen und bewährten Praktiken in den Bereichen Technik, Taktik und Verfahren gefördert werden.

"Die Ziele sind vielfältig. Erstens geht es darum, unsere Interoperabilität zwischen den brasilianischen und den französischen Streitkräften zu verbessern", erklärt Simon, Kommandant der taktischen Einheiten an Bord der Dixmude. "Zweitens müssen wir gemeinsam an unseren Verfahren arbeiten, damit wir im Einsatz Seite an Seite mit den brasilianischen Streitkräften operieren können."

Ursprünglich eine Mission für den Pazifik

Mit der Mission "Jeanne d’Arc" sichert die französische Marine ihre Interessen in strategisch wichtigen Regionen und hält ihre Einsatzbereitschaft – auch im Rahmen der NATO – aufrecht.

Doch die Mission bringt nicht nur Frankreich Vorteile, wie Kapitän Luis Felipe de Almeida Rodrigues betont: "An dieser Operation waren fast 2.000 Soldaten beteiligt. Sie begann mit Ausbildungsmaßnahmen im Marinekomplex auf der Ilha do Governador und setzte sich anschließend in einer Phase auf See mit Amphibienschiffen, Begleitschiffen und Fregatten fort."

Höhepunkt der gemeinsamen Übung war eine amphibische Landung, die von der französischen und der brasilianischen Marine gemeinsam durchgeführt wurde.

Ursprünglich war die Mission jedoch für den Indopazifik vorgesehen. Nach dem Auslaufen und der Durchfahrt durch den Suezkanal musste die Route kurzfristig geändert werden: Der Krieg im Nahen Osten zwang die Marine, ihre Planung anzupassen. Der Hubschrauberträger wurde zunächst nördlich des Roten Meeres stationiert, bevor er schließlich wieder in den Atlantik verlegt wurde.

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