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600 Seemeilen vor Israel: Militär fängt Gaza-Flotille in internationalen Gewässern vor Griechenland ab

Boote mit Aktivisten und humanitärer Hilfe für die Palästinenser im Gazastreifen, die Teil der Global Sumud Flotilla sind, verlassen einen Hafen in Barcelona, Spanien, Sonntag, 12. April 2026
Boote mit Aktivisten und humanitärer Hilfe für die Palästinenser im Gazastreifen, die Teil der Global Sumud Flotilla sind, verlassen einen Hafen in Barcelona, Spanien, Sonntag, 12. April 2026 Copyright  AP Photo/Joan Mateu Parra
Copyright AP Photo/Joan Mateu Parra
Von Malek Fouda
Zuerst veröffentlicht am
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Die Aktivisten der Global Sumud Flotilla erklärten am Donnerstag, israelische Soldaten hätten die Schiffe geentert. Sie sollen demnach Motoren und Kommunikationsgeräte beschädigt haben, um sie zur Kursänderung zu zwingen.

Israelische Streitkräfte haben Boote der Global Sumud Flotilla auf dem Weg nach Gaza in internationalen Gewässern nahe Griechenland abgefangen, teilte die Gruppe am Donnerstag mit.

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In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte die Gruppe, die ursprünglich mit 58 Schiffen mit Aktivisten und Hilfsgütern in See gestochen war, um die israelische Seeblockade des Gazastreifens zu durchbrechen, dass ihre Boote abgefangen wurden. Sie bezeichneten die Blockade als "illegalen Akt".

Die Zahl der beschlagnahmten Schiffe ist derzeit unklar. Der israelische Armeerundfunk berichtete unter Berufung auf eine ungenannte Militärquelle, sieben der 58 Boote seien in der Nähe der griechischen Insel Kythira abgefangen worden.

Die Flottille gab an, den Kontakt zu elf Schiffen verloren zu haben, und sprach von 15 Schiffen, die geentert worden seien.Das israelische Außenministerium erklärte daraufhin, die Streitkräfte hätten 175 Personen von mehr als 20 Booten festgenommen.

"Ungefähr 175 Aktivisten von mehr als 20 Booten ... machen sich nun friedlich auf den Weg nach Israel", so das Ministerium in einer Erklärung, die auch ein Video der Aktivisten an Bord eines israelischen Marineschiffes enthält.

Von militärischen Schnellbooten abgefangen

Die Abfangaktionen begannen in den frühen Morgenstunden des Donnerstags, mehr als 600 Seemeilen vor der Küste des Gazastreifens.

"Unsere Boote wurden von militärischen Schnellbooten angefahren, die sich selbst als 'Israel' bezeichneten und die mit Lasern und halbautomatischen Waffen die Teilnehmer aufforderten, sich vor die Boote zu stellen und auf die Knie zu gehen. Die Kommunikation auf den Booten wurde gestört, und es wurde ein SOS-Ruf abgesetzt", teilte die Gruppe in einer Erklärung mit.

Sie berichteten auch, dass viele Boote der fahrenden Flotte bei der "gewaltsamen Razzia" beschädigt wurden, nachdem israelische Soldaten an Bord gegangen waren und mehrere Schiffe "systematisch außer Gefecht gesetzt" hatten.

Boote der Global Sumud Flotilla im Hafen von Barcelona Mitte April 2026.
Boote der Global Sumud Flotilla im Hafen von Barcelona Mitte April 2026. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Der israelische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, sagte, die israelischen Soldaten hätten "mit Professionalität und Entschlossenheit" gehandelt, um die, wie er es nannte, "provokative Flottille" zu stoppen, bevor sie israelische Gewässer erreichte.

Gesamtsituation der Aktivisten noch unklar

Es ist noch nicht klar, ob Israel alle Aktivisten an Bord jedes abgefangenen Bootes festgenommen und an Bord israelischer Schiffe gebracht hat oder ob einige Aktivisten auf See gestrandet sind.

Die Gruppe erklärte, sie wolle weiterhin nach Gaza segeln, um die Hilfsgüter zu liefern und auf die Notlage des palästinensischen Volkes aufmerksam zu machen, das nach dem Iran-Krieg bei den internationalen Prioritäten an den Rand gedrängt worden sei.

Israel hat die Flottille zuvor als politische Provokation mit angeblichen Verbindungen zur Hamas bezeichnet, eine Charakterisierung, die die Gruppe zurückgewiesen hat.

Im Oktober 2025 hatte Israel eine frühere Mission der Global Sumud Flotilla abgefangen und mehr als 450 Aktivisten festgenommen, darunter die Klimaaktivistin Greta Thunberg und die Europaabgeordnete Rima Hassan. Alle wurden anschließend freigelassen und in ihre Heimatländer zurückgebracht.

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