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"Schockierend": Vater der in Portugal ausgesetzten Kinder aus Frankreich bricht sein Schweigen

Alcácer do Sal: Mutter und Partner lassen Geschwister von drei und fünf Jahren zurück
Geschwister im Alter von drei und fünf Jahren: Mutter und Partner lassen Kinder in Alcácer do Sal zurück Copyright  Reprodução redes sociais
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Von Joana Mourão Carvalho
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Mutter der offenbar in einem Wald zurückgelassenen kleinen Kinder und ihr Lebensgefährte sitzen in Portugal in U-Haft. Der Vater der Jungs wartet in Frankreich auf eine Genehmigung, sie zu sehen, und sagt, seit ihrem Verschwinden denke er jede Sekunde an seine Söhne.

Der Vater der zwei in Alcácer do Sal in Portugal zurückgelassenen französischen Kinder hat sein Schweigen gebrochen. Er erklärt, er warte auf die Zustimmung der Behörden, um seine kleinen Söhne wiederzusehen.

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Die beiden Jungs im Alter von vier und fünf Jahren waren offenbar von ihrer Mutter und deren neuem Lebensgefährten ausgesetzt worden.

In einem Interview mit dem französischen Sender Ici Alsace TV erklärte der Vater, der ungenannt bleiben möchte, er halte Tag und Nacht sein Telefon in Griffweite und warte auf einen Anruf der Behörden. "Es ist nur eine Frage von Tagen, bis ich meine Kinder zurückbekomme. Ich denke in jeder Sekunde an sie, seit mich das Polizeirevier in Colmar über ihr Verschwinden informiert hat", so der Vater der kleinen Jungen, die offenbar am 19. Mai im Süden Portugals ausgesetzt wurden.

Am Freitag sagte ein Sprecher des Bezirksgerichts Setúbal, dass "die Kinder bei ihrer Mutter in Frankreich leben und die Eltern getrennt sind. Der Vater verfügt nur über ein eingeschränktes, beaufsichtigtes Umgangsrecht".

In der von Ici Alsace TV verbreiteten Erklärung ruft der Vater die Medien zur Zurückhaltung auf.

"Zutiefst schockierende Fakten"

"Meine Kinder werden ihr Leben neu aufbauen müssen, so wie ich meines neu aufgebaut habe, und sie müssen nicht ständig an diese Tragödie erinnert werden. Ich versuche nicht, das Geschehene zu verteidigen oder zu verharmlosen. Die Fakten bleiben schwerwiegend und zutiefst schockierend. Ich weigere mich aber, Hassreden, Beleidigungen oder Etiketten hinzuzufügen, die einen Menschen entmenschlichen sollen, selbst wenn er als schuldig gilt", erklärte er. Die Mutter der Kinder und ihr Partner sitzen in Portugal in Untersuchungshaft.

Der Vater der Kinder schloss seine Erklärung mit den Worten, er werde sich erst wieder äußern, wenn er mit seinen Kindern "wiedervereint" sei.

Das Kreisgericht im Bezirk Setúbal ordnete am Samstag Untersuchungshaft für die 41-jährige Frau und den 55-jährigen Mann an.

Die Beschuldigte, Marine R. verbüßt die Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Tires im Ortsteil São Domingos de Rana, Gemeinde Cascais im Distrikt Lissabon. Ihr Partner, Marc B. - dem das Sorgerecht für seine leibliche Tochter entzogen worden war-, wurde zunächst in die Justizvollzugsanstalt Setúbal gebracht, musste wegen Überbelegung jedoch in ein Gefängnis in Lissabon verlegt werden.

Unterdessen haben die französischen Behörden die Rückführung der beiden Kinder beantragt. Verwandte im Elsaß hatten Alarm geschlagen, weil sie die Mutter tagelang nicht erreichen konnten, nachdem die Kinder nicht mehr in der Vorschule waren.

Am vergangenen Dienstagabend gegen 19 Uhr hatte ein Passant die beiden französischen Kinder allein umherirrend an der Nationalstraße 253 (EN253) in der Gegend von Monte Novo do Sul im Distrikt Setúbal entdeckt.

Die Mutter und ihr Lebensgefährte wurden am vergangenen Donnerstag von der portugiesischen Polizei festgenommen, als sie gerade auf der Terrasse eines Cafés in der Nähe der Stadt Fátima saßen.

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