Ein hoch aufragender Menschenturm, eine der bekanntesten Traditionen Kataloniens, begrüßte Papst Leo XIV. bei einer Jugendgebetsvigil in Barcelona. Er setzte den Ton für einen Abend, der ganz auf Solidarität, gegenseitige Unterstützung und die Herausforderungen der jungen Generation ausgerichtet war.
Bei der Vigil hörte der Papst Berichte junger Erwachsener über Depression, Einsamkeit, Angstzustände und häusliche Gewalt. Er wandte sich auf Katalanisch und Spanisch an die Menge. Er rief Menschen in Krisen dazu auf, ihre Belastungen nicht allein zu tragen, und forderte stärkere Unterstützungsnetze in Familien, Gemeinden und der Gesellschaft. Junge Menschen, die unter Angst, Verzweiflung oder Gewalt leiden, ermutigte er, Hilfe zu suchen und offen über ihre Erfahrungen zu sprechen.
Die Veranstaltung verband Gebet, Dialog und kulturelle Darbietungen und bildete einen zentralen Höhepunkt von Leos Besuch in Spanien. Unter kräftigem Applaus fuhr der Papst im Papamobil ins Stadion ein, beantwortete Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sprach über den seelischen Druck, unter dem viele junge Europäer stehen.
Am 10. Juni 2026 will Papst Leo XIV. den Turm Jesu Christi der Sagrada Família in Barcelona segnen. Die Zeremonie beginnt um 19.30 Uhr Ortszeit. Der Turm ist 172,5 Meter hoch. Er ist der höchste und letzte Turm, den Architekt Antoni Gaudí geplant hat. Die Zeremonie fällt mit dem 100. Todestag Gaudís zusammen und markiert die Fertigstellung der höchsten Kirche der Welt.
Der Spanienbesuch des Papstes geht mit weiteren Terminen weiter und endet auf den Kanarischen Inseln.