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SpaceX feiert Nasdaq-Debüt nach größtem Börsengang der Geschichte

ARCHIV: SpaceX bereitet die Megarakete Starship auf einen Testflug von Starbase in Boca Chica, Texas, im Januar 2025 vor.
ARCHIVBILD: SpaceX bereitet die Mega-Rakete Starship in Starbase, Boca Chica (Texas), auf einen Testflug im Januar 2025 vor. Copyright  AP Photo/Eric Gay
Copyright AP Photo/Eric Gay
Von Quirino Mealha
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX startet am Freitag an der Nasdaq unter dem Kürzel SPCX. Nach einer Rekordkapitalerhöhung über 75 Mrd. Dollar liegt die Bewertung bei rund 1,78 Billionen Dollar.

Der Moment, auf den Wall Street das ganze Jahr gewartet hatte, ist am Freitag gekommen: SpaceX, das von Elon Musk kontrollierte KI- und Raumfahrtunternehmen, wird erstmals an der Nasdaq gehandelt. Es ist der größte Börsengang der Finanzgeschichte und macht den umstrittenen Unternehmer Schätzungen zufolge zum ersten Menschen mit einem Vermögen von über 1 Billion Dollar.

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In einer Rede vor Handelsbeginn in New York sagte Musk, Ziel von SpaceX sei es, „die Fiktion aus der Science-Fiction zu nehmen“.

Die Aktie mit dem Kürzel SPCX startete bei 150 Dollar, gut zehn Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar, und kletterte in den ersten Handelsminuten bereits auf über 160 Dollar.

Das Unternehmen hatte am Donnerstag bestätigt, dass es 555,6 Millionen Aktien der Klasse A zu je 135 Dollar platziert. Das bewertet SpaceX mit rund 1,78 Billionen Dollar (1,54 Billionen Euro) und soll 75 Milliarden Dollar (64,5 Milliarden Euro) einbringen. Der Börsengang übertrifft damit auf einen Schlag den bisherigen Rekord des saudischen Ölkonzerns Aramco, der 29,4 Milliarden Dollar (25,4 Milliarden Euro) eingesammelt hatte und fast sieben Jahre lang an der Spitze lag.

Nur rund drei bis vier Prozent der SpaceX-Papiere sind derzeit frei an der Börse handelbar.

Elon Musk in Peking, 14. Mai 2026
Elon Musk in Peking, 14. Mai 2026 Mark Schiefelbein/Copyright 2026 The AP. All rights reserved.

Ursprünglich wollte SpaceX bis zu 30 Prozent des Emissionsvolumens für Privatanleger reservieren, darunter zehn Prozent speziell für europäische Käufer. Am Ende lag der Anteil der Kleinanleger bei 20 Prozent. Optionen auf SPCX sollen in der kommenden Woche handelbar sein.

Das Magazin Forbes hatte Musks Anteil an SpaceX vor dem Börsengang auf rund 42 Prozent geschätzt und mit etwa 500 Milliarden Dollar (435 Milliarden Euro) bewertet. Auf Basis der IPO-Bewertung sind diese Anteile nun etwa 690 Milliarden Dollar (600 Milliarden Euro) wert. Musks Vermögen wächst damit um fast 190 Milliarden Dollar (165 Milliarden Euro) und rückt näher an die Marke von 1 Billion Dollar (870 Milliarden Euro).

Neben Musk profitieren auch tausende SpaceX-Beschäftigte vom Börsengang und werden zu Millionären.

Der Börsengang verschafft Millionen Sparern einen indirekten Zugang zu SpaceX, denn das Unternehmen dürfte schon kurz nach dem Debüt in wichtige Aktienindizes aufsteigen. Dann würden Indexfonds die Aktie automatisch ins Portfolio aufnehmen.

Beobachter erwarten, dass SpaceX in weniger als einem Monat in den Nasdaq-100 einzieht – statt wie üblich erst nach bis zu einem Jahr.

Nach der im Mai eingeführten Schnellaufnahmeregel prüft die Nasdaq neue Werte nun bereits am siebten Handelstag: Sie ordnet sie nach ihrer Marktkapitalisierung ein und schaut, ob sie zu den 40 größten Indexmitgliedern gehören würden.

SpaceX rangiert dabei schon jetzt in der Top-ten.

Außerdem strich die Börse die bisherige Vorgabe, dass Unternehmen mindestens zehn Prozent ihrer Aktien im Streubesitz haben müssen.

SpaceX-Mitarbeitende feiern bei der Glockenläutungszeremonie zum Börsengang von SpaceX im Nasdaq MarketSite in New York, 12. Juni 2026
SpaceX-Mitarbeitende feiern bei der Glockenläutungszeremonie zum Börsengang von SpaceX im Nasdaq MarketSite in New York, 12. Juni 2026 AP Photo

Analysten schätzen, dass Fonds, die den Nasdaq-100 nachbilden, rund um den Aufnahmetermin gezwungen sein werden, mindestens sieben Milliarden Dollar (sechs Milliarden Euro) in SpaceX-Aktien zu investieren. Das dürfte eine Welle automatischer Nachfrage auslösen.

Nach den neuen Schnellaufnahmeregeln des Indexanbieters FTSE Russell erfüllt SpaceX bereits jetzt auch die Kriterien für eine Aufnahme in die Russell-US-Aktienindizes und in die FTSE Global Equity Index Series.

Der S&P 500 hingegen verzichtet auf ein solches beschleunigtes Verfahren.

S&P Dow Jones Indices bestätigte Anfang Juni, dass die zwölfmonatige Seasoning-Frist und der GAAP-Gewinnnachweis in Kraft bleiben. SpaceX kann dem Leitindex damit frühestens Mitte 2027 beitreten.

Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Informieren Sie sich eigenständig und investieren Sie entsprechend Ihrer persönlichen Verhältnisse.

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