Newsletter Newsletters Events Veranstaltungen Podcasts Videos Africanews
Loader
Finden Sie uns
Werbung

Neuer Schlag tief in Russland: Ukraine attackiert Raketenwerk mit "Flamingo"

Rettungskräfte löschen am Freitag, 26. Juni 2026, in Saporischschja in der Ukraine einen Brand in einem nach einem russischen Angriff zerstörten Gebäude.
Rettungskräfte löschen einen Brand in einem zerstörten Gebäude nach einem russischen Angriff auf Saporischschja in der Ukraine am Freitag, 26. Juni 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Von Sertac Aktan mit AFP,AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Ukraine meldet einen erfolgreichen Schlag gegen die russische Rüstungsindustrie. Nach ukrainischen Angaben trafen FP-5-„Flamingo“-Marschflugkörper das Werk Titan-Barrikady in Wolgograd, das Komponenten für die Oreschnik-Rakete herstellen soll.

Russland und die Ukraine haben sich in der Nacht erneut mit massiven Angriffen überzogen. Nach ukrainischen Angaben kamen bei russischen Luftangriffen zwei Menschen ums Leben, mehr als 20 weitere wurden verletzt.

WERBUNG
WERBUNG

Russland meldete seinerseits Angriffe auf besetzte Gebiete und Ziele im Landesinneren. Nach Angaben der Behörden wurde dabei ein Mensch getötet, zehn weitere seien verletzt worden.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland 129 Drohnen gegen Ziele in der Ukraine ein. 113 davon seien abgeschossen oder durch elektronische Kampfführung unschädlich gemacht worden.

Gleichzeitig griff die Ukraine nach eigenen Angaben das Rüstungswerk Titan-Barrikady in der südrussischen Stadt Wolgograd an. Der Industriekomplex soll unter anderem Komponenten für das russische Raketensystem Oreschnik produzieren.

Ukrainische Telegram-Kanäle berichten, dass dabei erstmals weitreichende FP-5-„Flamingo“-Marschflugkörper eingesetzt wurden. Mindestens zwei Einschläge auf dem Werksgelände gelten nach ukrainischen Angaben als bestätigt. Eine unabhängige Bestätigung dafür liegt bislang nicht vor.

Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte in den sozialen Netzwerken ein Video, das den Angriff zeigen soll. Er bezeichnete Titan-Barrikady als einen wichtigen Rüstungsstandort, an dem Artilleriesysteme sowie Bauteile für Raketenwerfer und weitere Waffen hergestellt würden.

„Jede russische Rüstungsanlage, die in den Krieg gegen die Ukraine eingebunden ist, ist ein legitimes Ziel für unsere weitreichenden Angriffe“, schrieb Selenskyj.

Angriffe auf Ukraine: Tote und Verletzte in mehreren Regionen

In der südöstlichen Region Dnipropetrowsk kam nach einer Angriffswelle ein Mensch ums Leben, zwei weitere erlitten Verletzungen.

„Der Feind hat zwei Bezirke der Region mehr als 30 Mal mit Drohnen und Fliegerbomben angegriffen“, erklärte Oleksandr Ganja, Leiter der regionalen Militärverwaltung, auf Telegram.

In der nördlichen Region Sumy wurde nach Angaben des Militärgouverneurs Oleg Grygorov ein 66-jähriger Mann bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohnhaus getötet. Anderswo in der Region verletzte ein „massiver Angriff“ zehn weitere Menschen.

Angriffe auf die südöstliche Stadt Saporischschja verletzten nach Angaben des ukrainischen Zivilschutzes neun Menschen, darunter zwei Kinder.

„Der feindliche Angriff hat die zivile Infrastruktur der Stadt erheblich beschädigt“, teilte der Dienst mit. „Ein Wohnhochhaus wurde teilweise zerstört. Einsatzkräfte retteten zwei Menschen aus den Trümmern.“

Ukraine greift russische Ölpumpstation erneut an

Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SSU) hat die russische Ölpumpstation Wtorowo im Juni bereits zum zweiten Mal getroffen. Erste Berichte des Dienstes sprechen von Drohnenangriffen auf technische Gebäude der Anlage. Die Station Wtorowo versorgt Moskau mit Treibstoff und dient auch als Knotenpunkt für Ölexporte über Häfen an der Ostsee.

Unterdessen setzen russische Truppen ihre täglichen Bombardierungen in mehreren ukrainischen Regionen fort. Dadurch kommen immer wieder Zivilisten ums Leben, und die Infrastruktur nimmt schweren Schaden.

Seit Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 beschießt Russland die Ukraine nahezu täglich.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Russland und Ukraine tauschen je 160 Kriegsgefangene aus

Ukraine: russischer Raketen- und Drohnenangriff setzt Saporischschja in Brand, neun verletzt

Ukraine startet 40-tägige Operation: Ausnahmezustand auf der Krim ausgerufen