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Balogun blass: Belgien zerlegt die USA – Spanien schickt Ronaldo nach Hause

Belgiens Spieler feiern nach ihrem Sieg im WM-Achtelfinale gegen die USA in Seattle am Montag, 6. Juli 2026.
Belgische Spieler feiern ihren Achtelfinalsieg bei der Fußball-WM gegen die USA in Seattle am Montag, sechster Juli 2026. Copyright  AP Photo/Abbie Parr
Copyright AP Photo/Abbie Parr
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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US-Stürmer Folarin Balogun darf trotz Rotsperre gegen Belgien spielen, bleibt bei der 1:4-Niederlage aber blass. Zuvor setzt sich Spanien mit 1:0 gegen Portugal durch.

Belgien steht nach einem turbulenten 4:1 gegen die Vereinigten Staaten im WM-Viertelfinale. Überschattet wurde die Partie von der Debatte über die Entscheidung der FIFA, die Ein-Spiel-Sperre gegen US-Starstürmer Folarin Balogun nach dessen Roter Karte für ein Jahr auszusetzen.

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Die US-Auswahl profitierte zwar von Baloguns Einsatz, doch in der Defensive leistete sie sich zu viele Fehler. Charles De Ketelaere traf für Belgien in der ersten Halbzeit zweimal, in der 9. und 33. Minute.

Ein Fehler von Torwart Matt Freese ermöglichte den Roten Teufeln kurz nach der Pause das dritte Tor durch Hans Vanaken. Der eingewechselte Romelu Lukaku setzte in der dritten Minute der Nachspielzeit den Schlusspunkt.

Belgiens Romelu Lukaku jubelt nach seinem Treffer zum vierten Tor seiner Mannschaft im WM-Achtelfinale gegen die Vereinigten Staaten in Seattle, am Montag, 6. Juli 2026.
Belgiens Romelu Lukaku jubelt nach seinem Treffer zum vierten Tor seiner Mannschaft im WM-Achtelfinale gegen die Vereinigten Staaten in Seattle, am Montag, 6. Juli 2026. AP Photo/Nick Didlick

Am vergangenen Mittwoch hatte Balogun beim 2:0 der US-Auswahl gegen Bosnien-Herzegowina nach einem Tritt auf den Knöchel eines Gegenspielers von Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien Rot gesehen. Automatisch folgte eine Sperre für ein Spiel.

Nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit FIFA-Präsident Gianni Infantino setzte das Disziplinarkomitee der FIFA die Strafe am Sonntag für ein Jahr zur Bewährung aus. Die FIFA betonte, die Entscheidung sei unabhängig getroffen worden. Auf das Spiel gegen Belgien hatte Baloguns Einsatz jedoch kaum Einfluss; er blieb blass.

Ein Tor gelang Balogun nicht, den Treffer von Malik Tillman in der 31. Minute leitete er aber mit ein: Rund 25 Yards, also etwa 23 Meter, vor dem belgischen Tor wurde er von Verteidiger Brandon Mechele gefoult. Den anschließenden Freistoß verwandelte Tillman.

US-Stürmer Folarin Balogun reagiert nach dem dritten Tor Belgiens im WM-Achtelfinale in Seattle, am Montag, 6. Juli 2026.
US-Stürmer Folarin Balogun reagiert nach dem dritten Tor Belgiens im WM-Achtelfinale in Seattle, am Montag, 6. Juli 2026. AP Photo/Manu Fernandez

Die US-Auswahl suchte Balogun immer wieder als Abnehmer. Er nutzte seine Schnelligkeit bei mehreren Sprints, kam aber an Belgiens Torwart Thibaut Courtois nicht vorbei. Die beste Chance hatte er in der 82. Minute, als Courtois seinen Linksschuss parierte. In der 92. Minute wurde Balogun durch Haji Wright ersetzt.

Belgien, das seinen ersten WM-Titel anstrebt, warf die USA zum zweiten Mal binnen zwölf Jahren im Achtelfinale aus dem Turnier und baute seine Serie ohne Niederlage auf 18 Spiele aus. Die Roten Teufel treffen am Freitag in Inglewood, Kalifornien, auf den Weltmeister von 2010, Spanien. Der Sieger steht im Halbfinale gegen Frankreich oder Marokko.

Spanien besiegt Portugal 1:0

Spanien stellte mit dem sechsten WM-Spiel ohne Gegentor in Serie einen Rekord auf. Torwart Unai Simón verlängerte seine Bestmarke für die längste Zeit ohne Gegentor bei Weltmeisterschaften beim 1:0-Sieg am Montag gegen Portugal auf 609 Minuten.

Vor der Partie gegen Portugal hatte Simón bei dieser WM erst vier Paraden gezeigt – gegen Österreich war kein Schuss auf sein Tor gekommen. Im Stadion der Dallas Cowboys musste er am Montag in der ersten Halbzeit zwei Abschlüsse von Cristiano Ronaldo entschärfen.

Ronaldo verließ den Rasen nach seinem letzten WM-Spiel für Portugal mit stoischem Blick und nur einem Hauch von Emotion. Er winkte kurz den applaudierenden Fans zu – mit demselben Gefühl, das ihn schon nach früheren Niederlagen begleitet hatte.

Cristiano Ronaldo (7) aus Portugal reagiert nach dem WM-Achtelfinale zwischen Portugal und Spanien in Arlington, Texas, nahe Dallas, am Montag, 6. Juli 2026.
Cristiano Ronaldo (7) aus Portugal reagiert nach dem WM-Achtelfinale zwischen Portugal und Spanien in Arlington, Texas, nahe Dallas, am Montag, 6. Juli 2026. AP Photo/Gareth Patterson

“Traurig – das ist normal, wenn man so ausscheidet”, sagte Ronaldo, der sich nach dem Spiel kurz mit der rechten Hand die Augen bedeckte.

“Ich habe alles gegeben, ich habe mein Bestes gegeben und gehe mit reinem Gewissen”, fügte er hinzu. “So ist Fußball, so ist das Leben eines Fußballers. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.”

Ronaldo, der als einziger Spieler in sechs aufeinanderfolgenden Weltmeisterschaften getroffen hat und mit 146 Toren Rekordtorschütze im Nationaltrikot ist, hatte am Vortag erklärt, er hoffe, dass es nicht sein letztes Spiel dieser Serie werde und dass er es in vollen Zügen genießen wolle.

Er bekräftigte damals – und erneut nach der Niederlage gegen Spanien –, dass dies sein letzter Auftritt bei der alle vier Jahre ausgetragenen Endrunde sei. Am weitesten war er 2006 bei seinem WM-Debüt gekommen, als Portugal das Halbfinale erreichte.

Spieler Spaniens jubeln in der Schlussminute des WM-Achtelfinals zwischen Portugal und Spanien in Arlington, Texas, nahe Dallas, am Montag, 6. Juli 2026.
Spieler Spaniens jubeln in der Schlussminute des WM-Achtelfinals zwischen Portugal und Spanien in Arlington, Texas, nahe Dallas, am Montag, 6. Juli 2026. AP Photo/Jessica Tobias

Portugal hatte vor der Ära Ronaldo noch nie ein großes internationales Turnier gewonnen. Der erste Triumph war die Europameisterschaft 2016, später folgten die Titel in der Nations League 2019 und 2025.

Ronaldo verabschiedete sich von der größten Bühne des Fußballs acht Jahre, nachdem er bei einer Weltmeisterschaft mit 33 Jahren einen Dreierpack geschnürt hatte. Damals war er der älteste Spieler mit einem WM-Hattrick – bis der damals 38-jährige Lionel Messi diesen Rekord am 16. Juni beim 3:0 Argentiniens gegen Algerien mit drei Toren überbot.

Weitere Quellen • AP

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