Rund 1 000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, mehrere Straßen wurden gesperrt. Der Waldbrand breitete sich in kurzer Zeit aus, angetrieben von Trockenheit und starkem Wind. Einsatzkräfte fanden viele Opfer in ausgebrannten Autos; vieles spricht dafür, dass sie auf der Flucht vor den Flammen überrascht wurden. Die Behörden meldeten zunächst zwölf Tote, korrigierten die Zahl nach weiterer Überprüfung aber auf elf. Mehr als 150 Feuerwehrleute und 220 Soldaten der spanischen Militäreinheit für Notfälle sind weiter im Einsatz, um den Brand einzudämmen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Ermittlerinnen und Ermittler kennen die genaue Brandursache noch nicht. Notrufe deuten jedoch darauf hin, dass eine herabgestürzte Stromleitung nahegelegenes Gestrüpp entzündet haben könnte. Von dort aus griff das Feuer rasch auf den umliegenden Wald über. Sechs Menschen wurden verletzt, einige erlitten Verbrennungen und Rauchvergiftungen. Das Unglück folgt auf Wochen mit außergewöhnlicher Hitze in Spanien. Die Temperaturen lagen wiederholt über 40 °C, die Vegetation ist knochentrocken – ideale Bedingungen für Waldbrände.
Im Juni brachten spanische Behörden mehr als 1 000 zusätzliche Todesfälle mit extremer Hitze in Verbindung. Das unterstreicht die wachsenden Risiken für die öffentliche Sicherheit bei langen Hitzeperioden. Fachleute warnen, dass solche Wetterlagen die Wahrscheinlichkeit und Wucht von Waldbränden deutlich erhöhen. Sie bezweifeln, dass das Land ausreichend vorbereitet ist, wenn sich Klimaextreme weiter häufen.