Das rumänische Verteidigungsministerium meldet, dass der Kampfjet bei einem Luftüberwachungsflug eine Drohne mit einer Rakete angeschossen hat - ein weiterer Vorfall in einer Serie von Drohnenangriffen auf Rumänien.
Ein rumänischer Kampfjet vom Typ F‑16 hat am Freitag über Rumänien eine Drohne abgeschossen. Der rumänische Präsident Nicușor Dan erklärte, der Vorfall habe sich gegen elf Uhr ereignet. Inzwischen laufe eine Untersuchung.
„Das Gebiet war unbewohnt, deshalb konnte der Pilot ohne Risiko schießen“, schrieb er in einem Beitrag auf X.
Weitere Details lieferte das Verteidigungsministerium in Bukarest. Ein Jet der 86. Luftwaffenbasis in Fetești im Osten Rumäniens habe die Drohne demnach mit einer Luft-Luft-Rakete angegriffen, während er eine Luftraumüberwachungsmission durchführte.
Vorfall einer Serie von Drohnenangriffen auf Rumänien
Abgefangen wurde die Drohne laut Ministerium über einem „unbewohnten Gebiet“ nahe Padina nordöstlich der Hauptstadt Bukarest.
Das unbemannte Luftfahrzeug war nach Angaben des Ministeriums am Freitagmorgen gegen neun Uhr vierzig über dem Schwarzen Meer von Radarsystemen erfasst worden. Anschließend sei es nach Westen in Richtung der Hafenstadt Sulina und weiter in Richtung Buzău geflogen, hieß es in der Erklärung.
Zwei Eurofighter Typhoon der italienischen Luftwaffe und zwei rumänische F‑16 starteten daraufhin vom Stützpunkt Mihail Kogălniceanu, um die Lage zu beobachten, teilte das Verteidigungsministerium weiter mit.
Im Mai ist eine russische Drohne mit Sprengstoff in der Stadt Galați abgestürzt. Auf dem Dach eines Wohnblocks brach ein Feuer aus, zwei Menschen wurden verletzt.
Im folgenden Monat explodierte eine ukrainische Seedrohne im rumänischen Hafen Constanța.
Die ukrainische Marine erklärte damals, die Drohne sei wegen russischer elektronischer Kriegsführung vom Kurs abgekommen.
Die Vorfälle sorgten bei EU-Vertretern für Besorgnis. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nannte sie „eine direkte Folge von Russlands Krieg gegen die Ukraine“.