Der französische Energiekonzern TotalEnergies meldet eine Vereinbarung mit Shell über den Kauf dessen europäischer Onshore-Ökostromprojekte; zum Preis äußern sich die Firmen nicht.
TotalEnergies übernimmt rund vier Gigawatt Stromerzeugungskapazität. Der Großteil entfällt auf laufende oder im Bau befindliche Solar- und Windparks in Italien und den Niederlanden. Hinzu kommen Solar-, Wind- und Batteriespeicherprojekte in Italien, Großbritannien und Spanien.
Der Verkauf hat ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur AFP sagte.
Gleichzeitig kündigte TotalEnergies an, einen 50-Prozent-Anteil an einem Portfolio von Wind- und Solaranlagen in Deutschland, Spanien, Frankreich und Polen an die US-Investmentgesellschaft KKR zu veräußern. Die Transaktion bewertet das Paket mit 1,8 Milliarden Euro (2,1 Milliarden Dollar).
Das Portfolio steht für eine Stromerzeugungskapazität von rund 1,2 Gigawatt.
„Diese beiden Transaktionen helfen uns, unsere Kapitalallokation im Bereich erneuerbare Energien zu optimieren und zugleich unsere Integrated-Power-Strategie weiter voranzutreiben“, erklärte Stéphane Michel, Präsident für Gas, erneuerbare Energien und Strom bei TotalEnergies, in einer Mitteilung.
Die Übernahme der Shell-Aktivitäten stärkt das Geschäft von TotalEnergies mit erneuerbaren Energien in Europa. Dort verfügt der Konzern nach eigenen Angaben bereits über knapp zehn Gigawatt an bestehenden oder im Bau befindlichen Anlagen. Weitere 27 Gigawatt befinden sich in Planung oder Entwicklung.