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Diebe umgehen Sicherheit, stehlen vier Renaissance-Gemälde aus Museum in Sizilien

Eine Journalistin stöbert am Sonntag, 16. August 2026, in Rom auf der Website des Messina-Museums, die ein Werk von Antonello da Messina zeigt.
Eine Journalistin surft am Sonntag, 16. August 2026, in Rom auf der Website des Museums Messina, die ein Bild eines Werks von Antonello da Messina zeigt. Copyright  Gregorio Borgia/AP Photo
Copyright Gregorio Borgia/AP Photo
Von Orestes Georgiou Daniel
Zuerst veröffentlicht am
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Die Diebe entwendeten drei der fünf erhaltenen Tafeln des Polyptychons von San Gregorio und auch eine doppelseitige Tafel mit Maria und dem toten Christus in Pietà.

Im Regionalmuseum der sizilianischen Stadt Messina haben Diebe vier Gemälde des Renaissance-Malers Antonello da Messina im Millionenwert gestohlen. Das teilten italienische Kulturbehörden mit.

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Nach Angaben lokaler Medien entwendeten die Täter drei der fünf erhaltenen Tafeln des San-Gregorio-Polyptychons von 1473. Außerdem stahlen sie eine doppelseitige Tafel mit der Darstellung der Jungfrau Maria und des toten Christus in einer Pietà, die sie aus einer gepanzerten Vitrine herausnahmen.

Die Diebe lösten alle fünf Tafeln des San-Gregorio-Polyptychons aus dem Rahmen. Zwei davon ließen sie auf ihrer Flucht hinter einer Wand zurück.

Der Diebstahl ereignete sich, als in der Stadt zahlreiche Menschen zu den traditionellen Feiern von Mariä Himmelfahrt strömten.

Die Direktorin des MuMe-Museums, Marisa Mercurio, sagte der Nachrichtenagentur ANSA, der Diebstahl habe kurz vor 22 Uhr stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt seien Wachleute im Gebäude gewesen und Alarm- sowie Sicherheitssysteme in Betrieb.

Der Kunstexperte Alberto Fiz schätzt den Wert der gestohlenen Werke auf 70 bis 80 Millionen Euro.

„Wir sind zutiefst erschüttert über das, was passiert ist. Es waren zwei der wichtigsten und bekanntesten Werke von Antonello da Messina. Das ist ein enormer Verlust für das Museum, die Stadt, die Gemeinschaft und die Kunstwelt“, sagte Mercurio. Sie beschrieb die Werke als zentral für das kulturelle Erbe der Region.

„Das sind nicht einfach nur Werke von Antonello da Messina“, sagte sie dem Sender Sky TG24. „Diese Werke sind für unsere Identität von großer Bedeutung – neben ihrem künstlerischen und kulturellen Wert. Es sind Werke unseres eigenen Antonello da Messina.“

„Das ist mehr als ein Verlust, das ist eine Katastrophe“, sagte Messinas oberster Kulturverantwortlicher Enzo Caruso.

„Messina verliert ohne Antonello das eigentliche Wesen des größten Künstlers der europäischen Renaissance“, sagte Caruso dem Sender Sky und forderte, die gestohlenen Werke schnell wiederzufinden.

Caruso fügte hinzu, das internationale Interesse an Antonello da Messina habe zugenommen, seit das italienische Kulturministerium Anfang 2026 sein Andachtsbild „Ecce Homo“ in Verhandlungen mit Sotheby’s in New York für 14,9 Millionen Dollar erworben hat.

Die Analystin für Kunstkriminalität Lynda Albertson erklärte, die Werke seien sofort erkennbar und ließen sich über seriöse Kanäle praktisch nicht verkaufen.

Das Museum blieb am Sonntag geschlossen, damit Ermittler Beweise sichern konnten.

Der Ferragosto-Feiertag, der jedes Jahr am 15. August das Fest Mariä Himmelfahrt markiert, fällt in die Hochsaison der italienischen Sommerferien. In Messina fand zur Zeit des Diebstahls auf der zentralen Piazza Duomo eine Prozession statt.

Nur wenige Tage zuvor hatte die Polizei in der norditalienischen Stadt Parma bekannt gegeben, dass sie drei gestohlene Kunstwerke von Renoir, Cézanne und Matisse im Wert von rund 10 Millionen Euro wiedergefunden hat. Im Zusammenhang mit diesem Diebstahl aus der Stiftung Magnani Rocca in Parma wurden fünf Personen festgenommen.

Weitere Quellen • AP

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