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Japanische Firma stellt „Roboter-Ambulanz“ für Vor-Ort-Reparaturen an Humanoiden vor

Ein humanoider Roboter passiert Japans Wartungseinheit für solche Maschinen bei einer GMO-Pressekonferenz am Dienstag, den achten September.
Ein humanoider Roboter passiert Japans mobile Wartungseinheit für Humanoide bei einer Pressekonferenz des Internetunternehmens GMO am Dienstag, dem achten September. Copyright  AP Photo/Eugene Hoshiko
Copyright AP Photo/Eugene Hoshiko
Von Roselyne Min mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Das Fahrzeug bringt Ingenieure, Reparaturausrüstung und Ersatz-Humanoiden zum Einsatzort, wenn Roboter ausfallen.

Tokios Straßen könnten bald einen neuen Typ von Rettungswagen sehen, gebaut nicht für Menschen, sondern für humanoide Roboter.

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Der japanische IT-Konzern GMO Internet Group hat einen Transporter vorgestellt. Er bringt Ingenieure, Werkzeuge, Ersatzteile und einen weiteren humanoiden Roboter zu einem Einsatzort.

Nach Unternehmensangaben ist es das erste Fahrzeug in Japan, das speziell für die Wartung humanoider Roboter entwickelt wurde.

„Der humanoide ‚Rettungswagen‘ bringt den Ersatzroboter zur Einsatzstelle und tauscht ihn gegen den beschädigten aus“, sagte Shota Takizawa, Ingenieur bei GMO Air.

Lässt sich der Schaden vor Ort nicht beheben, bringt das Team den defekten Roboter zurück zur Werkstatt. Der Ersatz bleibt im Einsatz.

GMO Air entwickelte den Dienst, nachdem Einsätze ins Stocken geraten waren, weil beschädigte humanoide Roboter erst zu einer entfernten Werkstatt geschickt werden mussten.

„Aus dieser Erfahrung haben wir gelernt und die Idee von Ersatz-Humanoiden entwickelt“, sagte Tomohiro Uchida, Geschäftsführer von GMO Air.

Die Lackierung erinnert an einen Rettungswagen, auf dem Dach leuchten violette Signallampen. Trotzdem handelt es sich im Kern um eine mobile Werkstatt. Innen ist Platz für Roboter, Laptops und Wartungsgeräte.

Derzeit steht ein Fahrzeug am Hauptsitz von GMO in Tokio. Steigt die Nachfrage, will das Unternehmen weitere Fahrzeuge und Stützpunkte aufbauen.

„Wenn humanoide Roboter verbreiteter werden, braucht es genau solche Dienste“, sagte Takizawa.

Japan im globalen Wettlauf um humanoide Roboter

Die Einführung fällt in eine Phase scharfer Konkurrenz um humanoide Roboter, vor allem zwischen China und den Vereinigten Staaten.

China hat eine große Industrie für humanoide Roboter aufgebaut, gestützt durch staatliche Investitionen und heimische Lieferketten. US-Unternehmen punkten vor allem bei KI und hochentwickelter Robotik.

Die Unternehmensberatung McKinsey schätzt, dass der Markt für vielseitig einsetzbare Roboter bis 2040 ein Volumen von etwa 370 Milliarden Dollar (315 Milliarden Euro) erreichen könnte.

Japan zählt seit Langem zu den wichtigsten Produzenten industrieller Roboter. Nun will das Land seine Rolle bei KI-gesteuerter Robotik ausbauen.

Im Juni hat die japanische Regierung das Ziel formuliert, bis 2040 rund 10 Millionen Roboter einzuführen und sie in 18 Branchen stärker einzusetzen, darunter Gesundheit, Gastronomie und Industrieproduktion.

Weitere Hintergründe zu dieser Geschichte sehen Sie im Video im Player oben.

Cutter • Roselyne Min

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