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Menschen warten auf Nachrichten über Angehörige, die an Bord der Fähre waren, die am Sonntag bei schlechtem Wetter in der Javasee kenterte.

Video. Indonesien sucht 129 Vermisste nach Fährunglück in der Javasee

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Indonesien hat am 14. September die Suche nach 129 Vermissten verstärkt, nachdem die Fähre Virgo Transport 8 in der Javasee kenterte. Bis dahin retteten Einsatzkräfte 108 Menschen und bargen sechs Leichen.

Retter haben mindestens 108 Menschen aus dem Meer geholt und sechs Leichen geborgen, nachdem ein Schiff vor Masalembo gekentert ist, rund 148 Kilometer vor Banjarmasin, der Hauptstadt der Provinz Südkalimantan.

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Überlebende brachten Einsatzkräfte zu einem provisorischen Behandlungsplatz im Trisakti-Hafen von Banjarmasin. Einige berichteten, viele Passagiere seien auf das Oberdeck gerannt und hätten nach Schwimmwesten gegriffen, als die Fähre Schlagseite bekam.

Nach dem Schiffsmanifest befanden sich 243 Menschen an Bord: 213 Passagiere und 30 Crewmitglieder sowie 89 Fahrzeuge. Unter den Passagieren waren 59 Erwachsene, ein Kind und 126 Fahrer und Fahrzeugbegleiter, dazu 27 arbeitsbedingt an Bord befindliche Beschäftigte. Das Schiff verlor gegen 2 Uhr nachts am Sonntag den Kontakt, nachdem der Kapitän Wellen von bis zu drei Metern Höhe und starke Steuerbord-Schlagseite gemeldet hatte. Ein vorbeifliegender Hubschrauber bestätigte später, dass die Fähre gekentert ist. Die Behörden erhielten etwa zwei Stunden nach dem Kontaktabbruch einen Notruf.

Bis Montag hatten die Behörden 622 Einsatzkräfte mit 17 Schiffen und fünf Flugzeugen, darunter Marineeinheiten und Hubschrauber, in das Suchgebiet entsandt. Die nationale Such- und Rettungsbehörde Basarnas kündigte den Einsatz von Tauchern und von der Marine gesteuerten Unterwasserdrohnen an, um das Innere und die Umgebung des umgedrehten Rumpfs zu untersuchen. Hoher Wellengang und starke Strömungen erschwerten die Arbeit. Offizielle Stellen erklärten, die Fähre sei nicht überladen gewesen und habe weniger als ihre maximale Kapazität von 500 Menschen an Bord gehabt. Zugleich wiesen sie darauf hin, dass die tatsächliche Zahl der Passagiere in Indonesien häufig von den Angaben in den Manifesten abweicht.

Die 119 Meter lange Ro-Ro-Fähre war 1987 in Japan gebaut und im vergangenen Jahr nach Indonesien verkauft worden. Sie hatte am Samstagnachmittag Surabaya in Ostjava mit Kurs auf Banjarmasin verlassen und geriet über Nacht in schweres Wetter. Die Ursache für das Kentern – ob wetterbedingt, durch einen technischen Defekt oder menschliches Versagen – wird weiter untersucht. In den Häfen von Surabaya und Banjarmasin warteten Familienangehörige auf Nachrichten über vermisste Verwandte.

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