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Uruguay trauert um Eduardo Galeano: "Er war ein Gladiator"

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Von Euronews
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Uruguay hat mit einer Trauerfeier im Parlament der Hauptstadt Montevideo des Schriftstellers und Journalisten Eduardo Galeano gedacht. Er war am

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Uruguay hat mit einer Trauerfeier im Parlament der Hauptstadt Montevideo des Schriftstellers und Journalisten Eduardo Galeano gedacht.

Er war am Montag im Alter von 74 Jahren in einer Klinik von Montevideo an den Folgen von Lungenkrebs gestorben und galt als einer der bedeutendsten Publizisten Lateinamerikas.

Uruguays Präsident Tabare Vazquez lobte Galeano:

“Er hat ausdrücklich Dinge angesprochen die im
vielseitigen Lateinamerika schieflaufen. Er war ein Gladiator, der denen eine Stimme gegeben hat, die nichts zu sagen haben.”

Galeano war als linksgerichteter Gesellschafts- und
Globalisierungskritiker bekannt.

Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa war mit Galeano befreundet, klammerte aber in seiner Trauerrede Kritik nicht aus:

“Galeano hat rechthaberisch ein Bild von Lateinamerika erschaffen, das einer Karikatur entspricht. Unabhängig davon war er ein exzellenter Journalist und sein Tod ist zweifellos ein großer Verlust für die Kultur unserer Sprache und für die Kultur Uruguays.”

In Europa wurde Galeano für sein 1971 veröffentlichtes Werk “Die offenen Adern Lateinamerikas” gefeiert, das die Geschichte und vor allem die Kolonialherrschaften in Lateinamerika thematisiert.

Während der Militärdiktatur in den 1970er und 1980er Jahren wurde das Buch in Uruguay verboten.

Galeano war gezwungen, vorübergehend im Exil in Argentinien und Spanien zu leben.

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