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Hamburg feiert CSD mit erhöhter Sicherheit nach Berlin-Anschlag

Teilnehmende stehen zum Start der Hamburg Pride 2026 auf der Lübecker Straße beim Christopher Street Day (CSD) in Hamburg am ersten August 2026.
Teilnehmende versammeln sich zu Beginn der Hamburg Pride 2026 auf der Lübecker Straße zum Christopher Street Day in Hamburg am Samstag, dem ersten August 2026. Copyright  Georg Wendt/dpa via AP
Copyright Georg Wendt/dpa via AP
Von Emma De Ruiter
Zuerst veröffentlicht am
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Das Motto des Hamburger Events lautet diesmal: „Queer und solidarisch. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst.“

Am Samstag hat Hamburg sein jährliches Pride-Fest gefeiert, eines der größten in Deutschland, diesmal unter deutlich verstärkten Sicherheitsvorkehrungen. Anlass war der tödliche Angriff nahe der CSD-Parade in Berlin vor einer Woche, der das ganze Land erschüttert hat.

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Die Veranstalter rechneten mit rund 250.000 Teilnehmern. Das Motto in diesem Jahr lautet: „Queer in solidarity. Take a stand – for a future ohne Angst.“

Kurzfristig kam ein weiterer Wagen dazu, der den Berliner Christopher Street Day vertreten sollte. Die Menschen auf diesem Truck trugen dunkle Kleidung, als Zeichen des Respekts für die Opfer des Angriffs von vergangener Woche, bei dem eine Person getötet und 29 weitere verletzt wurden.

Eine Demonstrantin hält ein Schild beim Hamburg Pride 2026, der Christopher Street Day (CSD)-Parade, in Hamburg, Deutschland, Samstag, 1. August 2026.
Eine Demonstrantin hält ein Schild beim Hamburg Pride 2026, der Christopher Street Day (CSD)-Parade, in Hamburg, Deutschland, Samstag, 1. August 2026. Georg Wendt/dpa via AP

Am späten Abend des 25. Juli fuhr ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge, nur einige Hundert Meter von der Abschlussfeier des Berliner CSD entfernt. Anschließend attackierte er weitere Personen mit einer machetenartigen Waffe.

Der 21-jährige Tatverdächtige Abdul Ballout kam am Sonntag bei einem Schusswechsel mit der Polizei ums Leben. Ermittler fanden später ein Video, in dem eine Person, die als Ballout gilt, die Tat für sich beansprucht und der Extremistenmiliz Islamischer Staat ihre Treue schwört.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde Ballout in Deutschland geboren und hat libanesische Wurzeln. Er reiste 2025 in den Libanon, mit dem Ziel, weiter nach Syrien zu gelangen und sich dem IS anzuschließen. Dort nahm er Kontakt zu mehreren mutmaßlichen Mitgliedern auf.

Hamburgs Polizeipräsident kündigte Anfang der Woche an, dass etwa doppelt so viele Einsatzkräfte wie im Vorjahr das CSD-Fest absichern.

Eine Polizistin steht am Steindamm am Rand des Hamburg Pride 2026, der Christopher Street Day (CSD)-Parade, in Hamburg, Deutschland, Samstag, 1. August 2026.
Eine Polizistin steht am Steindamm am Rand des Hamburg Pride 2026, der Christopher Street Day (CSD)-Parade, in Hamburg, Deutschland, Samstag, 1. August 2026. Georg Wendt/dpa via AP

„Nach dem brutalen Angriff auf den CSD in Berlin sind viele in der queeren Community, aber auch in der gesamten Gesellschaft unsicher, ob sie hier und heute richtig sind“, sagte Hamburgs stellvertretende Bürgermeisterin Katharina Fegebank dem Sender RTL.

„Ich finde, gerade jetzt müssen wir alle auf die Straße gehen, für Vielfalt, für Freiheit, für eine offene Gesellschaft einstehen und vor allem unsere volle Solidarität mit der queeren Community zeigen“, fügte sie hinzu.

„Wenn so etwas passiert, müssen wir alle zeigen, dass wir keine Angst haben und uns nicht unterkriegen lassen“, sagte Petra Schwab, eine Teilnehmerin des CSD in Hamburg.

Weitere Quellen • AP

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