Fifa-Präsidentenwahl: Blatter kann auch ohne den Westen

Fifa-Präsidentenwahl: Blatter kann auch ohne den Westen
Von Euronews  mit dpa, AFP

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat bei der Eröffnung des Weltfußballkongresses in Zürich die Bedeutung von Transparenz betont. Zudem rief er die

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat bei der Eröffnung des Weltfußballkongresses in Zürich die Bedeutung von Transparenz betont. Zudem rief er die Mitglieder des Verbandes zur Einheit auf – die sind angesichts des jüngsten Korruptionsskandals bei der Personalie Blatter gespalten: Eine Mehrheit der europäischen Verbände will bei der Präsidentenwahl am Freitag gegen den 79-Jährigen stimmen, der eine fünfte Amtszeit anstrebt.

Natürlich denke ich, dass er zurücktreten sollte.

Sie wollen wie der US-, der kanadische und wohl auch der australische Verband den einzigen Gegenkandidaten unterstützen, Prinz Ali bin al-Hussein von Jordanien. Einige mittelamerikanische Staaten überlegen jüngsten Berichten zufolge noch, wen sie wählen – dass sich eine Mehrheit der 209 FIFA-Mitglieder gegen Blatter stellt, gilt aber als sehr unwahrscheinlich. Da helfen auch alle Boykottdrohungen und Rücktrittsforderungen der Europäer nichts. Michael van Praag, Präsident des niederländischen Fußballverbandes: “Natürlich denke ich, dass er zurücktreten sollte. Das habe ich schon vergangenes Jahr gesagt, am 9. Januar bin ich sogar in sein Büro gegangen, um ihn davon zu überzeugen. Getan hat er’s nicht.”

Kein Wunder, tweetete die Financial Times. Blatter kann auf die Stimmen aus dem Westen gut verzichten.

Der Schweizer regiert die FIFA seit 17 Jahren. Er weist jede Verantwortung für die Korruptionsskandale von sich. Ob er weiter an der Macht bleibt, wird voraussichtlich Freitagabend bekannt.

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