30 Muslime unter den Opfern des Anschlags von Nizza

30 Muslime unter den Opfern des Anschlags von Nizza
Von Euronews
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

30 der 84 Opfer des Anschlags von Nizza waren Muslime, die meisten tunesischer Abstammung.

WERBUNG

30 der 84 Opfer des Anschlags von Nizza waren Muslime, die meisten tunesischer Abstammung. Ein Tunesier war am 14. Juli in einer Menschenmenge an der Strandpromenade gefahren, als sich die Menschen auf das Feuerwerk zum Nationalfeiertag versammelt hatten. Auch drei Deutsche waren unter den Opfern. Der Täter war von der Polizei erschossen worden.

Tamar Meji hat seine Frau und seinen Sohn verloren. Er sagt: “Ich sah meine Frau am Boden liegen. Sie hat sich nicht mehr bewegt, sie hat nicht gesprochen. Ich suchte meinen Sohn, ich ging von Krankenhaus zu Krankenhaus. Ich rief in Paris und Marseille an. Ich fragte überall. Aber niemand wusste, wo mein Sohn war. Dann sagte mir jemand, ein Feuerwehrmann habe ihn weggetragen. Ich wusste, jetzt war er bei Gott.”

Der Imam einer Moschee in Nizza, Abdelkader Sadouni, sagt: “Ein Vierjähriger ist unter den Opfern. Bitte hört auf damit. Hört auf. Lasst uns damit aufhören mit diesem Hass, mit dieser Zwietracht. Bitte lasst uns alle zusammenarbeiten.”

Unterdessen hat die Regierung in Paris eine weitere Verlängerung des Ausnahmezustands auf den Weg gebracht. Der am Dienstag vorgelegte Gesetzentwurf der Regierung soll die Sonderrechte für die Behörden um drei Monate verlängern und ausweiten.

In der Nähe von Paris wurde ein 23-jähriger Taxifahrer festgenommen. Er soll einen Bombenanschlag geplant haben. In seiner Wohnung wurden nach Polizeiangaben Dokumente gefunden, die daraufhin deuten, dass er ein Dschihadist ist.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Nizza - Premier Valls bei Schweigeminute ausgebuht

Frankreichs Premier verspricht den Bauern: "Wir werden Euch nicht belügen"

Enttäuschte Touristen in Paris: Am Eiffelturm wird erneut gestreikt