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Frankreich: "Spiderman" aus Mali wird Franzose

Mamoudou Gassama bei Emmanuel Macron
Mamoudou Gassama bei Emmanuel Macron
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Von Christoph Wiesel mit DPA
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Um ein Kind vor dem Sturz zu retten, hangelt sich ein Mann in Paris von Balkon zu Balkon an einem Haus empor. Für diesen Mut soll der Zuwanderer aus Mali nun belohnt werden.

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In einer spektakulären Kletteraktion hat ein junger Zuwanderer aus Mali ein Kind vor einem Sturz aus großer Höhe bewahrt. Nun wird Mamoudou Gassama in Frankreich als Held gefeiert. Staatspräsident Emmanuel Macron persönlich empfing den 20-Jährigen am Montag im Élyséepalast.

"Ich habe gar nicht groß nachgedacht", sagte Gassama im Gespräch mit Macron. "Gott hat mir geholfen. Umso höher ich kam, umso mehr Mut hatte ich auch, noch weiter hochzuklettern."

Und dieser Mut wird belohnt: Der Zuwanderer aus Mali - erst seit einigen Monaten im Land - soll einen französischen Pass bekommen. Bislang ist er ohne französische Papiere. Auch ein möglicher Job bei der Pariser Feuerwehr winkt ihm.

In sozialen Medien wird Mamoudou Gassama als "Spiderman aus dem XVIII." gefeiert, in Anspielung auf den Filmhelden und den 18. Pariser Stadtbezirk. Die Videoaufnahmen der Aktion wurden bereits hunderttausendfach geklickt.

Das Kind, das Gassama rettete, war von seinem Vater allein in der Wohnung zurückgelassen worden - dem Mann droht nun eine Strafe wegen Vernachlässigung seiner elterlichen Pflichten. Darauf stehen in Frankreich bis zu zwei Jahre Gefängnis und 30 000 Euro Geldstrafe. Staatsanwalt François Molins sagte dem Sender BFMTV, der Mann sei zum Einkaufen gegangen und habe anschließend noch Pokémon Go gespielt. "Er ist erschüttert." Ein Gerichtstermin ist für September angesetzt.

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