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1. Ryanair-Streiktag trifft Tausende Passagiere

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1. Ryanair-Streiktag trifft Tausende Passagiere

1. Ryanair-Streiktag trifft Tausende Passagiere
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REUTERS/Jon Nazca
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Durch einen zweitägigen Streik des Kabinenpersonals sind bei der irischen Fluglinie Ryanair europaweit mehrere hundert Verbindungen gestrichen worden. Tausende Passagiere strandeten, darunter viele Urlauber in der Hauptferienzeit. Die Streikenden fordern höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.

An den belgischen Flughäfen Charleroi und Brüssel streikten nach Gewerkschaftsangaben zwischen 60 und 80 Prozent der Flugbegleiter. Die zwei angesetzten Ryanair-Flüge ab Belgien nach Deutschland wurden planmäßig durchgeführt.

In Brüssel konnten laut Medienberichten 3500 Passagiere nicht befördert werden. Entgegen der Ankündigung des Konzerns waren viele Kunden offenbar nicht über Umbuchungsmöglichkeiten oder Erstattungen informiert worden.

"Das ist alles nicht mehr normal", klagte eine belgische Ryanair-Kundin. "Wir sind eine Gruppe von acht Leuten. Wir haben ein Treffen in Rumänien, hatten deshalb die Tickets gekauft. Ein paar Tage später hörten wir von dem Streik."

In Italien wurden laut Fluggästen auch Verbindungen kurzfristig abgesagt, die eigentlich stattfinden sollten.

Ein schwedischer Ryanir-Kunde bangte in Rom um seinen Rückflug: "Ryanair hat den Sieben-Uhr-Flug nach Göteborg gestrichen. Seitdem warten wir. Wir sollten zum Informationsschalter gehen, aber dort gab es keine Hilfe."

Allein auf Mallorca fielen am Mittwoch wegen des Streiks 72 Flüge aus, darunter zehn der vierzig Verbindungen nach Deutschland, wie ein Flughafensprecher sagte.

Die Pilotengewerkschaft in Irland kündigte einen weiteren Streik für den 4. August an. Ryanair drohte mit hunderten Entlassungen am Standort Dublin. Von deutschen Gewerkschaften gibt es noch keinen Streikaufruf. Bei der Vereinigung Cockpit, die Piloten vertritt, läuft allerdings bis Monatsende eine Urabstimmung.

Ryanair entschuldigte sich via Twitter bei seinen Kunden in einigen Ländern für Flugausfälle. Das Unternehmen gab deutlich niedrigere Zahlen von Flugaufällen bekannt als viele europäische Medien.