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Europäischer Bürgerpreis für Antonio Calo, der Geflüchtete aufnimmt

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Der Italiener Antonio Caló ist mit dem Europäischen Bürgerpreis geehrt worden , der außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis und mehr Integration in der EU auszeichnet. Geschichtslehrer Caló nimmt seit Jahren Geflüchtete auf.

Er meint: "Die Geschichte lehrt uns, dass heute andere Menschen in der Not sind, aber dass vielleicht morgen wir es sind, die Hilfe brauchen. Das sollten wir niemals vergessen. Wir können heute in Frieden leben, weil es Europa gibt. Dieser Frieden basiert auf Toleranz. Wenn Europa das verliert, verlieren wir unsere Identität und das ist das Ende."

Euronews-Journalistin Giorgia Orlandi hatte Antonio Calo für eine Reportage getroffen. Vor drei Jahren hatten er und seine Partnerin sechs Flüchtlinge aus Afrika bei sich aufgenommen - alle um die zwanzig und damit etwa so alt wie ihre vier Söhne. Calos Lebensgefährtin Nicoletta Ferrara sagt: "Unsere ersten Abendessen waren voller Emotionen. Die Jungs waren so glücklich, von einer Familie begrüßt zu werden. Sie haben uns sofort Mama und Papa genannt."

Die Reporterin berichtet: "Kein italienischer Politiker hat Antonio Calo und seine Familie je besucht. Nur Staatspräsident Sergio Mattarella war bei ihm. Er hat Calo einen Orden verliehen. Dank des Preises aus Brüssel - so hofft Antonio Calo kann er sein Modell der Aufnahme von Flüchtlingen in eine Familie in sechs weitere Ländern in Europa verwirklichen."