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Judo-Grand-Prix in Cancún: Wunderbare Paula Pareto

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Judo-Grand-Prix in Cancún: Wunderbare Paula Pareto

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Der erste Wettkampftag des Judo-Grand-Prix im mexikanischen Cancún wurde zur Glanzstunde der Paula Pareto. Die Olympiasiegerin von Rio zeigte sich in prächtiger Verfassung und zog ins Finale der Gewichtsklasse ein, um sich dort der Portugiesin Catarina Costa zu stellen. Es wurde ein Kampf ganz nach Pareto-Art: Mit beeindruckender Entschlossenheit und Kampfgeist. Pareto heimste zwei Waza-Ari-Wertungen und hielt Costa in Schach. Die Argentinierin war hochzufrieden.

„Ich bin sehr froh, denn die Wettbewerbe, die für die Olympiaqualifikation zählen, haben gerade erst begonnen", sagte sie. „Dieses Ergebnis ist großartig, für mich war es ein tolles Turnier hier. Es war eine Ehre, vorher bei den Olympischen Spielen der Jugend in Buenos Aires als Botschafterin dabei zu sein - gemeinsam mit Ilias Iliadis, ein so netter Meister seines Fachs. Ich habe mich sehr gefreut, die Olymischen Werte mit den jungen Sportlern teilen zu können. Das hat mich unheimlich stolz gemacht", so die Argentinierin.

Im Vergleich zur Olympiasiegerin ist der Niederländer Tornike Tjakadoea noch ein Frischling. Aber bei seinem ersten Grand-Prix-Erfolg in Cancún ließ der 22-Jährige erkennen, weshalb ihm die Zukunft gehört. Bei den Männern bis 60 Kilogramm stand der frühere Junioren-Europameister Luka Mkheidze gegenüber. Der gleichaltrige Franzose erhielt nach 89 Sekunden eine Waza-Ari-Wertung zugesprochen, Tjakadoea musste etwas tun. 19 Sekunden vor dem Ende des Kampfes legte er seinen Widersacher mit einer Hüfttechnik auf die Matte. Klare Sache: Ippon und Gold für den Niederländer, der voll des Lobes für seinen Finalgegner war.

„Er hat einen tollen Kampf abgeliefert. Ich habe einen Shido kassiert, dann noch einen - und auch einen Waza-Ari. Also musste ich etwas riskieren. Ich habe ihn am Gürtel gepackt und mit meiner Hüfte aushebelt. Ich habe nie gedacht, dass ich hier gewinnen könnte. Das ist ein tolles Gefühl, ich kann's immer noch nicht glauben“, so Tjakadoea.

Mit Rafaela Silva ist bei wichtigen Wettkämpfen immer zu rechnen. In der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm hat die Brasilianerin bereits Gold bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften geholt, in Mexiko kam ein weiterer erster Platz hinzu.

Im Finale der Männer bis 66 Kilogramm machten zwei russische Judoka den Sieg unter sich aus: Aram Grigorian bezwang Michail Puljaew per Ippon.

Ana Perez Box ließ in Cancún ebenfalls aufhorchen: Die Spanierin gewann Gold in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm, sie setzte sich im Finale gegen Agata Perenc aus Polen durch.

Blicken wir zum Schluss auf eine der großen Überraschungen des ersten Wettkampftages: Lenin Preciado holte bei den Männern bis 60 Kilo Bronze: Eine Medaille für die Geschichtsbücher, denn nie zuvor stand ein Judoka aus Ecuador bei einem Turnier der Welttour auf dem Treppchen.