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Unsicherheit und Brexit-Überdruss in Europa

Unsicherheit und Brexit-Überdruss in Europa
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Bis zum geplanten Brexit-Tag im nächsten Jahr sind es gerade mal etwas mehr als 100 Tage - und das Referendum liegt mehr als zweieinhalb Jahre zurück.

Während die Schlagzeilen von Politikern beherrscht werden, wollte Euronews von Menschen im Brüsseler Europa-Viertel wissen, ob sie so langsam des Brexit überdrüssig werden.

"Überhaupt nicht, aber ich würde mir eine rasche Entscheidung wünschen. Ich frage mich aber wirklich, was auf uns zukommt und hoffe auf ein zweites Referendum oder dass Brexit doch noch gestrichen wird."

"Die ganze Sache war idiotisch von Anfang an. Aber so langsam muss es vorwärts gehen - so oder so."

"In Irland können die Leute das Thema nicht mehr hören, aber das Land ist sehr besorgt über das, was danach kommt."

"Es war ein historischer Fehler, während in der Welt alles drunter und drüber geht. England hat die falsche Entscheidung getroffen."

"Es ist wichtig Brexit zu diskutieren, weil es eine gefährliche und falsche Entscheidung war, die eigentlich nur aus innenpolitischer Taktik getroffen wurde. Und dann wurde während der Kampagne nur gelogen und mit falschen Konzepten argumentiert."

Brexit beunruhigt die Wirtschaft, die immer ungeduldiger wird und versucht, sich irgendwie vorzubereiten.

"Es gibt sicherlich Brexit-Müdigkeit. Es ist schwer, der Diskussion zu folgen, die bisweilen völlig unrealistisch erscheint", sagt Markus Beyer, Generaldirektor von BusinessEurope.

"Wir aber sind motiviert, weiterzumachen und eine Lösung zu finden."

Lösungen, die bislang Fehlanzeige sind.

Beyer: "Was immer auch verhandelt wird, ist ok für uns. Das Einzige, was wir wollen ist, dass verantwortungsvoll entschieden und ein chaotischer Brexit vermieden wird. Das wäre ein Desaster für alle.

Ein Desaster, das auch de EU nicht will - unter keinen Umständen.