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Finale beim 31. Europäischen Filmpreis

Finale beim 31. Europäischen Filmpreis
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Europas renommiertester Filmpreis wurde 1988 ins Leben gerufen, um dem europäischen Film eine eigene, herausragende Ehrung mit besonderem Flair zu geben.

In Sevilla fand jetzt die 31. Ausgabe statt, um die Besten der Filmindustrie zu ehren. Der rote Teppich war gepackt mit Stars und Filmprofis aus ganz Europa. Der britische Schauspieler Chiwetel Ejiofor gab den Gewinner des wichtigsten Preises, den besten europäischen Film, bekannt.

Der heißt Cold War – Der Breitengrad der Liebe. Ein romantisches und zugleich musikalisches Filmdrama des polnische Regisseurs Paweł Pawlikowski. Die Liebesgeschichte, die in der Nachkriegszeit in Europa spielt, gewann fünf Preise: als bester Film, für den besten Regisseur, das beste Drehbuch, für Jaonna Kulig als beste Schauspielerin und den besten Schnitt.

Pawel Pawlikowski:

"Der Film erzählt vom europäischen Schicksal und einer Geschichte, die die Menschen erdrückt, aber manchmal eben auch das Beste aus den Menschen herausholt - es ist ein sehr europäischer Film, nehme ich an."

Der italienische Schauspieler Marcello Fonte erhielt den Preis als bester Darsteller für seine Rolle als Hundepfleger in Matteo Garrones Film "Dogman", der auch für das beste europäische Kostüm und die beste Maske ausgezeichnet wurde.

Auf die Rolle als Hundepfleger hat sich der 40-jährige Marcello Fonte sorgfältig vorbereitet.

Marcello Fonte:

"Drei Monate lang habe ich in einem Schönheitssalon für Hunde gearbeitet, ich habe von 9 Uhr morgens bis 7 Uhr abends Hunde gewaschen, um diese Arbeit zu verstehen."

Die spanische Schauspielerin Victoria Abril kündigte eine Sonderauszeichnung an: Ralph Fiennes für die beste europäische Leistung im Weltkino. Der 55-jährige englische Schauspieler, Filmproduzent und Regisseur blickt auf eine über 30-jährige Film-Karriere zurück.

Ralph Fiennes:

"Ich bin begeistert, und es bewegt schon, an die alten Filme erinnert zu werden. Ich habe so viele vergessen. Diese Ausschnitte sind das Ergebnis außergewöhnlicher Regisseure, Schauspieler, Autoren und Menschen, die mich eingeladen haben, an ihren Projekten teilzunehmen; darüber bin ich sehr glücklich."

Die spanische Schauspielerin Carmen Maura, bekannt für ihre Filme mit Pedro Almodóvar, bekam einen Preis für Lebensleistung. Ihr fehlten schlicht die Worte, die Gefühle gingen mit ihr durch.

Carmen Maura:

"So etwas ist mir noch nie passiert, ich bin eine Schauspielerin, ich habe mich im Griff, normalerweise. Das ich auf der Bühne wirklich geweint habe... so etwas ist mir noch nie passiert... es ist das erste Mal in meinem Künstlerleben... es war sehr bewegend."

Die Ehrenauszeichnung ging an Costa-Gavras. Der 85-jährige griechisch-französische Filmregisseur und Produzent Costa-Gavras wurde von der Europäischen Filmakademie mit einem Sonderpreis für seine Karriere geehrt.

Ausgewählt werden die Preisträger von mehr als 3.500 Filmfachleuten und Kritikern – alle Mitglieder der Europäischen Filmakademie.