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Diese Frau aus Calais öffnet ihre Türen, damit Migranten ihre Handys laden können

Diese Frau aus Calais öffnet ihre Türen, damit Migranten ihre Handys laden können
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Brigitte Lips Nachbarn wollen nichts von den vielen Flüchtlingen in Calais wissen. Damit sie sie nicht sehen müssen, haben sie eine hohe Mauer um ihr Grundstück bauen lassen. Doch das ist nicht Brigitte Lips Stil. Sie selbst hat begrüßt sie lieber in ihrem Haus.

"Ich beschäftige mich schon seit 20 Jahren mit Migranten. Da wir alle das Recht haben, sie zu Hause zu begrüßen, tue ich das auch", erzählt sie Euronews.

Lips lebt direkt neben dem „Dschungel von Calais", in dem seit Jahren Tausende Migranten in Zelten und kleinen Hütten leben und auf eine Möglichkeit warten, durch den Eurotunnel nach Großbritannien zu reisen. Jeden Tag öffnete Lips die Türen ihrer Garage für sie, lässt sie ihre Handys auflagen, gibt ihnen Wasserflaschen und versorgt ihre Wunden, wenn sie verletzt sind.

Spitzname: "Mama"

"Sie wissen, dass sie hier alles bekommen", sagt sie und zeigt auf ihre Garage. Angesichts all ihrer Bemühungen haben die Migranten ihr einen Spitznamen „Mama“ gegeben.

"Sie sagen mir manchmal: ‘Du tust, was unsere Mutter tun würde‘", sagt sie. Doch es ist schwierig, sie mit allem zu versorgen, was sie brauchen. "Sie brauchen Decken, sie brauchen Zelte. Das habe ich alles nicht", sagt sie. Und nicht jeder in der Gegend teilt ihren Wunsch, ihnen zu helfen.

Gleich nebenan wird das offensichtlich: Ihre Nachbarn bauten im Sommer eine 60 Meter lange Mauer, "um die Flüchtlinge nicht mehr an ihrem Haus zu sehen".

Die ganze Geschichte können sie oben im Video schauen.