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Berlinale-Kamera für Agnès Varda: Neugier treibt sie an

Berlinale-Kamera für Agnès Varda: Neugier treibt sie an
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Roter Teppich für Agnés Varda: Die Regisseurin ist mit der Berlinale-Kamera ausgezeichnet worden. Die 90-Jährige gilt als Wegbereiterin der Nouvelle Vague und als Pionierin des feministischen Kinos. 1985 gewann die in Belgien geborene und in Frankreich aufgewachsene Regisseurin für "Vogelfrei" - ein Film über eine junge Vagabundin - den Goldenen Löwen von Venedig.

Neugier, die Liebe zu den Menschen und ihre Familie, die sie beschütze, treiben sie an, so Varda. Was sie davon halte, als Legende bezeichnet zu werden, wurde sie auf dem roten Teppich gefragt. Das sei lächerlich. Sie sei noch am Leben.

Dass ihre Filme keine Kassenschlager seien, sehe sie lässig, sagte die Künstlerin. "Um ehrlich zu sein, haben meine Filme niemals wirklich Geld eingebracht." Nur "Vogelfrei" habe ein wenig Geld verdient, die anderen Filme seien im Verleih mäßig gelaufen. "Aber meine Filme haben überall auf der Welt ein Echo gefunden."

Mit der Berlinale-Kamera werden bei den Internationalen Filmfestspiele von Berlin Filmschaffende ausgezeichnet, die der Berlinale besonders verbunden sind. Varda ist eine von vier Preisträgerinnen und Preisträgern.

Ihr neuester Film "Varda by Agnès" ist ein Selbstporträt mit Ausschnitten aus früheren Filmen. Er lief auf der Berlinale außer Konkurrenz. Produzentin ist ihre Tochter Rosalie. Diese sei manchmal etwas streng zu ihr und sage, sie solle früh ins Bett gehen, vernünftig essen und auf die Ärzte hören. "Das mag ich gar nicht", sagte Agnès Varda. "Aber davon abgesehen ist sie wirklich sehr nett."