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"Weil du nur einmal lebst": Ein intimes Band-Porträt über Die Toten Hosen

"Weil du nur einmal lebst": Ein intimes Band-Porträt über Die Toten Hosen
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REUTERS/Hannibal Hanschke
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Sie sind eine der erfolgreichsten deutschen Bands: Die Toten Hosen. Auf der Berlinale feierte der Film "Weil Du nur einmal lebst" über ihre vergangene Tournee Premiere im Friedrichstadtpalast.

Neben der kompletten Düsseldorfer Band um Sänger Campino tummelten sich weitere Musiker und Promis auf und neben dem Roten Teppich, darunter Jan "Monchi" Gorkow, Frontmann von Feine Sahne Fischfilet, Autor und Musiker Thees Uhlmann oder Filmemacher Wim Wenders.

Der Film nimmt den Zuschauer mit in große Stadien und kleine Clubs, zum #wirsindmehr-Konzert gegen Rechts nach Chemnitz und nach Argentinien, wo die Musiker besonders beliebt sind. Dort hat die Band Anfang der 2000er trotz Wirtschaftskrise gespielt, andere Künstler weigerten sich, da sie durch die Geldentwertung fast nichts verdient hätten.

Regisseurin Cordula Kablitz-Post begleitete die Musiker backstage und im Tourbus. Paul Dugdale filmte die Band während ihrer Konzerte. Beide haben schon zuvor mit einigen namhaften Künstlern zusammengearbeitet.

Kablitz-Post drehte Filme über Punk-Sängerin Nina Hagen oder den Modeschöpfer Wolfgang Joop. Dugdale filmte bereits Shows von Adele und den Rolling Stones.

"Ich wollte schon zeigen, dass sie immer noch wirklich leben, was sie tun, es ist ihr Le­bens­eli­xier. Man denkt, die sind jetzt schon älter, aber das stimmt überhaupt nicht. Auf der Bühne ist immer noch die gleiche Energie", sagte Regisseurin Cordula Kablitz-Post im Interview mit Euronews-Reporter Wolfgang Spindler.

"Hat sie nicht ein bisschen genervt mit der Kamera?", hakte Spindler bei Sänger Campino nach.

"Ja, absolut. Aber vor euch sind wir immer alle eine große Familie. Nein, ist doch klar, dass wenn man sowas macht, es auch mal Konfrontationen gibt. Aber erst dann fängt der Film an, gut zu werden", antwortete Campino.

"Genau, es muss ein bisschen weh tun - sonst geht es nicht", fügte Kablitz-Post hinzu.

Für Sänger Campino war ihm zufolge die Perspektive von außen auf die Band spannend. Zu sehen, wie jemand anderes die "Familie", die "Seifenblase" betrachtet und was da noch Neues entdeckt wird.

Es sind vor allem die Szenen hinter der Bühne und im Bus, die den Film zu einem intimen Band-Porträt machen. Kablitz-Post war mit ihrer Kamera immer dabei, die Musiker nahmen sie irgendwann nicht mehr wahr und so gelang es ihr, Die Toten Hosen vor allem menschlich zu zeigen.

Der Film lief nicht im Wettbewerb des Festivals, sondern als Berlinale Special.

REUTERS/Hannibal Hanschke