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Italienischer Rollstuhl-Betrüger erschleicht sich 137.000 Euro Invaliditätsrente

Italienischer Rollstuhl-Betrüger erschleicht sich 137.000 Euro Invaliditätsrente
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Bild von Sabine GENET auf Pixabay
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Ein 55-jähriger Mann aus Florenz ist von der Polizei verhaftet worden, weil er seit 2007 vorgibt querschnittsgelähmt zu sein. Durch diesen Betrug hat er insgesamt mehr als 137.000 Euro Invaliditätsrente erhalten.

Der Mann wurde am Flughafen festgenommen, als er sichtlich ohne Probleme das Flugzeug verließ. Er kam gerade von einem Urlaub in Togo zurück.

Die Tageszeitung "La Repubblica" berichtete, dass der Mann im Jahr 2007 einen Freund bat, vorzugeben, er hätte ihn mit dem Auto überfahren. Ärzte konnte er mit einem falschen Attest täuschen.

Um den Schein aufrecht zu erhalten war der Mann anscheinend bereit, alles zu tun. Er bewegte sich im Rollstuhl und nutzte das Betäubungsmittel Lidocain, um seine Beinmuskeln zu schwächen.

Selbst den Papst log der Betrüger an

Auch den Papst hat der Betrüger italienischen Medienberichten zufolge angelogen. 2014 schrieb der Mann an Papst Franziskus und erzählte ihm von seinen Schwierigkeiten im Alltag aufgrund der angeblichen Behinderung. Der Papst war von seiner Geschichte begeistert und rief ihn daraufhin an. Im darauffolgenden Jahr empfing der Papst den Mann sogar zu einer Audienz.

Zudem plante der Betrüger, bei den Kommunalwahlen für den Stadtrat in Florenz zu kandidieren.

Bereits vor seiner Festnahme wurden allerdings zahlreiche Fotos und Videos öffentlich, die den Mann als Betrüger entlarvten. Ermittlungen der Polizei ergaben zudem, dass der Mann ein echtes Doppelleben führte. Er nutzte alle Vorteile, wie beispielsweise den Bezug von Renten oder einen Ausweis für Behindertenparkplätze.