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USA und China uneinig: Wie Europa profitieren könnte

USA und China uneinig: Wie Europa profitieren könnte
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REUTERS/Damir Sagolj/File Photo
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Trotz Eskalation bei den Handelsgesprächen haben die USA und China die Verhandlungen an diesem Freitag fortgesetzt. Nachdem die USA die Sonderzölle auf Importe aus China erhöht hatten, kündigte China Gegenmaßnahmen an.

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Laut einer UN-Studie die europäischen Exporte zunehmen. Bereits vor der Erhöhung der Zölle war die Rede von Waren im Wert von 70 Milliarden US-Dollar.

Keine guten Aussichten für Weltwirtschaft

Unter dem Strich wird die Weltwirtschaft jedoch eher Schaden nehmen. Der "Internationale Währungsfonds" hat seine Wachstumsprognose für dieses Jahr heruntergeschraubt, internationale Lieferketten in der globalisierten Weltwirtschaft geraten ins Stocken.

Alicia García-Herrero, Forscherin der wirtschaftswissenschaftlichen Denkfabrik "Bruegel", appelliert an die Länder:

„Europa kann nur eine Botschaft an alle senden: Keine Vergeltung üben. Kein Land sollte es den USA gleichtun - alle sollten sich gemeinsam an den Tisch der Welthandelsorganisation setzen.“

Trotz der neuen Zölle zeigten sich die Anleger an der Börse am Freitag wieder etwas zuversichtlicher. Der DAX, der am Vortag noch auf den tiefsten Stand seit Mitte April gefallen war, erholte sich um etwa ein Prozent. Hintergrund: Die Spekulanten setzen darauf, dass der Vorstoß der USA der erste Schritt zur Einigung ist.