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"Alles ist Kunst, alles ist Politik" - Ai Weiwei (61) in Düsseldorf

"Alles ist Kunst, alles ist Politik" - Ai Weiwei (61) in Düsseldorf
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REUTERS / RALPH ORLOWSKI
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Riesenandrang bei der Pressekonferenz von Ai Weiweis neuer Ausstellung in Düsseldorf. Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf widmet den chinesischen Künstler und Menschenrechtler die bislang größte Schau seiner Arbeiten in Europa,

Fotos, Skulpturen, Objekte, Filme und großformatige Installationen sind zu sehen. Und alles hat bei Ai Weiwei, der sich stark für Flüchtlinge engagiert, auch mit Politik zu tun.

"Ich weiß, wie es ist, wenn man keine Stimme hat, wenn man als Fremder betrachtet wird und nie dieses beruhigende Gefühl verspürt, zu Hause zu sein. Das ist völlig klar und absolut. Ich glaube, dass nicht nur jeder Migrant, sondern jeder Mensch, dessen Rechte verletzt wurden, der in Unfreiheit lebt, dafür dankbar ist, wenn jemand anderes ihm eine Stimme verleiht."

Zum Beispiel mit der Installation "Laundromat", 40 Kleiderständer mit Wäsche, die nach der Räumung des griechischen Flüchtlingslagers Idomeni 2016 zurückblieb.

Die Ausstellung mit den Titel "Ai Weiwei" ist in zwei Häusern des Museums zu sehen, im K20 und K21. Der 61 Jahre alte Künstler lebt seit einigen Jahren in Berlin. Einige seiner größeren Werke werden erstmal seit Jahren wieder vollständig gezeigt.

Er sei gerührt, sie zusammen zu sehen, sagt Ai Weiwei. Besucher können die Düsseldorfer Schau bis zum 1. September entdecken.

In dem Film “Human Flow” von Ai Weiwei folgten 2000 Crews ein Jahr lang Menschen auf der Flucht – vor Krieg, Hunger und Klimawandel.