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Ganzkörper-Scan für Rembrandts "Nachtwache"

Ganzkörper-Scan für Rembrandts "Nachtwache"
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Rembrandts "Nachtwache" von 1642 kommt unter der Lupe. Im Amsterdamer Rijksmuseum können seit Montag Besucher dabei zusehen, wie eines der berühmtesten Gemälde der Welt restauriert wird.

Dafür wurde das rund 17 Quadratmeter große Bild aus dem Rahmen genommen und drumherum ein gläserner Arbeitsraum gebaut.

Petria Noble, Leiterin der Restaurationsarbeiten im Rijksmuseum: "Von dem Bild werden mehr als 12.000 Fotos mit einer extrem hohen Auflösung erstellt. Anhand dieser immensen Datenflut können wir dann alle nur erdenklichen Entstehungsmodalitäten durchspielen. Ich denke, dass die große Herausforderung darin bestehen wird, all dieses Material zu studieren, zu interpretieren und dann zu versuchen, zu verstehen, was es für den aktuellen Zustand des Gemäldes bedeutet und wie es gemalt wurde."

Reuters / PIROSCHKA VAN DE WOUW

In der ersten Phase des Projekts soll das Bild mit den neuesten Techniken, Scannern, Lasern und Mikroskopen untersucht werden.

"Was wir bei unseren vorherigen Restaurierungsarbeiten zweier von Frankreich erworbenen Rembrandt-Porträts festgestellt haben, ist, dass man mit diesen Techniken, sehr gut sehen kann, welche Veränderungen Rembrandt vornahm", erklärt Museumsdirektor Taco Dibbits. "Wir wissen nicht viel darüber, wie dieses Bild entstand. Wir hoffen, mehr darüber zu erfahren und einen Blick in die Küche des Künstlers zu werfen."

Ein Projekt für den Lebensabend

Quasi ein Ganzkörper-Scan. Die Arbeiten hinter der Glasscheibe kann man auch im Internet live verfolgen.

"Das ist das Aufregende an der Sache, dass man miterleben kann, wie das Werk restauriert wird, meint eine Besucherin aus Australien. "Wir werden uns die Details im Internet anschauen. Mein Mann begeistert sich für Restauration und ist frisch pensioniert. Wir haben also viel Zeit, um im Internet zuzuschauen. Das erfüllt sozusagen unseren Lebensabend."

"Operation Nachtwache" heißt das Projekt und wird mindestens ein Jahr dauern. Die Kosten werden auf rund drei Millionen Euro veranschlagt.

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