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Wird die Bundeswehr im Krieg gegen den Iran eingesetzt?

Eine F/A-18E Super Hornet vor dem Start von der USS Abraham Lincoln, 28. Februar 2026, während der Operation "Epic Fury"
Eine F/A-18E Super Hornet vor dem Start von der USS Abraham Lincoln, 28. Februar 2026, während der Operation "Epic Fury" Copyright  U.S. Navy via AP
Copyright U.S. Navy via AP
Von Johanna Urbancik
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Die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens verkündeten, dass falls nötig, auch militärische Abwehrmaßnahmen unterstützt werden könnten, um Irans Raketen- und Drohnenangriffe zu stoppen.

Die Bundeswehr wird sich nicht an militärischen Aktionen gegen den Iran beteiligen, wie Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) bestätigte.

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Im Interview mit dem Deutschlandfunk betonte er, Deutschland verfüge weder über geeignete Stützpunkte in der Region noch über die "entsprechenden militärischen Mittel".

Wadephul räumte jedoch ein, dass sich Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr "defensiv" verteidigen würden, sollten sie angegriffen werden. "Weitere Maßnahmen darüber hinaus wird es aus bundesdeutscher Sicht nicht geben", so der Außenminister.

Bundeswehr bestätigt Angriffe auf Stützpunkte

Wie das Operative Führungskommando der Bundeswehr mitteilte, kam es am vergangenen Wochenende zu Angriffen auf die multinational genutzten Stützpunkte in Erbil im Irak und Al Azraq in Jordanien. "An beiden Standorten wurden Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt", heißt es in der Mitteilung.

Die deutschen Soldatinnen und Soldaten vor Ort befänden sich in Schutzbauten und seien "wohlauf".

Bereits im Februar hatte die Bundeswehr ihre Truppenstärke im Irak deutlich reduziert und Soldaten vom Standort Erbil im Norden des Landes nach Jordanien verlegt. Hintergrund war die anhaltend angespannte Lage zwischen den USA und dem Iran.

Iran ist "erhebliche Gefahr" auch für Europa

Der Iran stellt Wadephul zufolge aufgrund seines "erheblichen ballistischen Raketenprogramms" eine "erhebliche Gefahr" nicht nur für Israel und die Region, sondern auch für Deutschland und Europa dar. Teheran verfüge über Raketen "mit einer Reichweite, die auch Europa bedrohen", sagte er.

Das US-Zentralkommando bestätigte in einem Beitrag auf X, dass "US-amerikanische B-2-Tarnkappenbomber, bewaffnet mit 2.000-Pfund-Bomben, die gehärteten ballistischen Raketenanlagen des Iran angegriffen" am Samstag angegriffen haben. Ob die iranischen Raketenanlagen dabei zerstört wurden, ist bislang noch unklar.

Iran will Europa "in einen Krieg hineinziehen"

Am Sonntagabend veröffentlichten die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens eine gemeinsame Erklärung, in der sie die "rücksichtslosen iranischen Angriffe" verurteilten. Darin heißt es auch, man werde "notwendige Maßnahmen" ergreifen, um "unsere Interessen und die unserer Verbündeten in der Region zu verteidigen".

Dies könne – falls erforderlich – auch "verhältnismäßige militärische Defensivmaßnahmen" einschließen, um die Fähigkeit des Iran, Raketen und Drohnen einzusetzen, "an der Quelle zu zerstören".

Großbritannien habe den USA zudem erlaubt, seine Militärbasen für "defensive" Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu nutzen, bestätigte Premierminister Keir Starmer am Montagmorgen. London habe sich jedoch nicht an den ersten Angriffen beteiligt und wird auch nicht an "offensiven Maßnahmen" gegen den Iran teilnehmen. Man habe aus den "Fehlern im Irak" gelernt, sagte Starmer.

Auf Zypern wurde unterdessen mehrfach Luftalarm ausgelöst. Zwei Drohnen seien auf dem Weg zum britischen Militärstützpunkt RAF Akrotiri abgefangen worden, teilte ein Sprecher der zyprischen Regierung mit.

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, beschuldigte den Iran, Europa "in einen Krieg hineinziehen" zu wollen. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) verwies auf den mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf die britische Basis auf Zypern. Europa müsse das erkennen und entsprechend reagieren, so Prosor.

Weiter sagte Prosor, dass er einen "Racheakt" Teherans auf deutschen Boden für möglich halte. "Ich halte bei diesen Terroristen alles für möglich", ergänzte der Botschafter, der einräumte, dass "wir uns gut darauf vorbereiten müssen, immer mit einem offenen Auge schlafen." Man müsse "in höchster Alarmbereitschaft" sein.

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