Nicht nur der Luftraum, sondern auch die Kreuzfahrtrouten in der Golfregion sind gesperrt, so dass Tausende Urlauber auf Kreuzfahrtschiffen festsitzen. Dazu gehört eine Gruppe von Portugiesen, die jetzt in Dubai gestrandet sind.
Ihr Kreuzfahrtschiff sollte von Dubai aus zu einer Rundreise aufbrechen und dabei Doha, Katar, Bahrain, Abu Dhabi und die Insel Sir Bani Yas besuchen. Die Angriffe des Iran als Vergeltung für die Offensive Israels und der USA haben diese Pläne zunichte gemacht.
Eine Gruppe von 29 portugiesischen Staatsbürgern aus Coimbra und Lissabon ist unter den 6.500 Menschen, die seit Sonntagabend im Hafen von Dubai gestrandet sind, berichtet Diário de Coimbra .
Maria do Rosário Gama, eine der Touristinnen, erzählt Diário de Coimbra, die Gruppe der Portugiesen und Portugiesinnen an Bord sei "erwartungsvoll, aber ruhig". Man warte auf die für den 7. März geplante Rückkehr nach Portugal.
"Wir sind im Hafen von Dubai, wir können in den Hafen gehen, nicht in die Stadt, aber es ist sicherer, sich auf dem Schiff aufzuhalten", sagte die Kreuzfahrt-Touristin.
Warten auf Neuigkeiten
Maria do Rosário Gama versichert, es herrsche keine Alarmstimmung weder unter den Passagieren noch unter der Besatzung. Während sie auf Neuigkeiten warten, könnten sie "ihr normales Kreuzfahrt-Leben" führen und alle Aktivitäten des Schiffes genießen.
Von den TUI-Kreuzfahrten auf der "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5", die in Abu Dhabi und in Katar gestrandet sind, wurde dagegen berichtet, die Reisenden sollten sich nicht mehr auf den Außendecks, sondern möglichst im Inneren der Schiffe aufhalten.
Wie tausende Touristen und Touristinnen aus Deutschland und anderen Ländern nach Hause geholt werden können, ist derzeit unklar. An diesem Montag sind wieder die ersten Flüge aus Abu Dhabi gestartet.
In der ARD erklärte der deutsche Außenminister Johann Wadephul, es sei die Verantwortung der Reisegesellschaften, die Gestrandeten heimzuholen. Vor Reisen in die Region sei seit Wochen gewarnt worden.
Die ersten Staatsbürger aus Russland, die sich in Israel aufhielten, sind laut der Agentur TASS an diesem Montag über Ägypten nach Hause geflogen worden.
Die auf dem Kreuzfahrtschiff gestrandeten Portugiesen und Portugiesinnen waren am Samstag nach Dubai, mit dem vorerst letzten Flug von Portugal in die emiratische Stadt vor der Schließung des Luftraums.
Laut der Website cruisehive , die über Neuigkeiten der wichtigsten Kreuzfahrtunternehmen berichtet, werden drei Schiffe an den Kreuzfahrtterminals aufgehalten: die MSC Euribia von MSC Cruises, die Mein Schiff 4 von TUI Cruises und die Celestyal Journey von Celestyal Cruises.
MSC Cruises hat inzwischen eine Erklärung herausgegeben, in der die Reederei versichert, dass es "alle unsere Aktivitäten in der Region überwacht und überprüft". Aufgrund der aktuellen Situation und der Sperrung des Luftraums in der Region des Nahen Ostens stehe sie "in ständigem Kontakt mit lokalen und nationalen Behörden und relevanten Partnern".
"Unser Fokus liegt auf der Sicherheit unserer Gäste und unserer Besatzung", daher wurde die Kreuzfahrt der MSC Euribia, am 1. März von Doha aus hätte starten sollen, wurde abgesagt und das Schiff bleibt im Hafen von Dubai.
Dort war am Wochenende ein Feuer ausgebrochen, nachdem herabfallende Trümmer einer Drohne ein Gebäude in Brand gesetzt hatten.