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Brexit-Sorgen: Britische Zentralbank erwartet geringeres Wachstum

Brexit-Sorgen: Britische Zentralbank erwartet geringeres Wachstum
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Chris J Ratcliffe/Pool via REUTERS
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Das Pfund geschwächt, die Unternehmen verunsichert: Drei Monate vor dem Brexit hat die britische Zentralbank ihre Wachstumsprognose für die Wirtschaft in Großbritannien gesenkt. Für dieses und kommendes Jahr erwartet die Bank of England jetzt nur noch ein Wachstum von 1,3 Prozent. Zuvor war sie von einem Wachstum von 1,5 und 1,6 Prozent ausgegangen. Grund seien verschärfte Brexit-Unsicherheiten.

"Die wirtschaftlichen Aussichten werden weiterhin von der Art des EU-Austritts abhängen", sagte Mark Carney, Gouverneur der Bank of England. "Eine angemessene Geldpolitik muss eine Balance zwischen den Brexit-Auswirkungen auf Nachfrage, Angebot und Wechselkurs finden. Daher kann die Antwort der Geldpolitik auf den Brexit nicht automatisch erfolgen."

Die Chance, dass Großbritannien nächstes Jahr in die Rezession abrutscht, liegt laut dem Notenbankchef bei eins zu drei. Man bereite das Finanzsystem auch auf ein No-Deal-Szenario vor.

"Auch die Regierungen und Unternehmen müssen sich auf einen No-Deal vorbereiten, um potenziell schädliche Übergangskosten im Handel mit der EU zu reduzieren", so Carney. Trotz dieser Vorbereitungen wird man nicht um grundlegende wirtschaftliche Anpassungen herumkommen, die ein No-Deal-Brexit mit sich bringen würde."

Der britische Finanzminister Sajid Javid ist derweil optimistisch, dass die heimische Wirtschaft einen No-Deal-Brexit überstehen würde.

"Seit ich im Finanzministerium bin, habe ich hier bei den No-Deal-Vorbereitungen den Turbo eingelegt", sagte Javid. "Auch die anderen Ministerien habe ich dabei unterstützt. Nicht weil wir einen No-Deal-Brexit wollen, sondern weil wir bereit sein müssen, wenn wir die EU am 31. Oktober verlassen. Heute habe ich angekündigt, 2,1 Milliarden Pfund auf verschiedene Abteilungen der Regierung zu verteilen - um sicherzustellen, dass wir für einen No-Deal-Brexit gewappnet sind."

Eine Ankündigung, mit der die britische Regierung nun insgesamt 6,9 Milliarden Euro für die No-Deal-Vorbereitungen locker gemacht hat. Die Europäische Kommission will es bei ihrer bisherigen Notfallplanung belassen.